Vorlage 28.09. - 02.10.2026

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Original-Einkaufsliste

Einkaufsliste 28.09. - 02.10.
Fleisch/Wurst
  • ca. 100 g Baconwürfel oder rohe Schinkenwürfel
  • ca. 500 g Hähnchenbrust
Gemüse/Obst/Kräuter
  • ca. 800 g Hokkaido-Kürbis
  • ca. 1,8 kg Kartoffeln
  • 500 g Brokkoli – frisch oder TK
  • 2 Karotten
  • 1 gelbe Zucchini
  • 2 Packungen Baby-Blattspinat
  • 2 Kugeln vorgekochte Rote Bete
  • 4 rote Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • 2 Zitronen
  • 1 Bund Petersilie
  • optional 1 Avocado
  • optional frische Zwetschgen
Kühl/TK
  • 150 g TK-Erbsen
  • 2–3 Eigelb für die Kürbis-Carbonara
  • 2 Eigelb für die gelbe Lasagne-Schicht
Trockenware
  • ca. 400 g Nudeln
  • Lasagneblätter
  • 100 g Mehl
  • ca. 400–500 g passierte oder stückige Tomaten – gerne aus dem Glas
  • ca. 50 g Tomatenmark
  • 1 Dose/Glas weiße Bohnen, ca. 240 g Abtropfgewicht
  • 1 großes Glas Apfelmark
Milchprodukte
  • ca. 160 g Parmesan
  • 3 Becher Schmand à 200 g
  • = 600 g Schmand
  • 2 Kugeln Mozzarella
  • 200 g griechischer Joghurt
  • ca. 100 g Cheddar
  • ca. 300 ml Sahne
  • optional nochmal 200 ml Sahne für den Prinzessinnen-Schmarrn
  • Butterschmalz zum Braten
Gewürze
  • Paprikapulver
  • Muskatnuss
  • optional Kreuzkümmel

Einkaufs-Coach der Woche

MEHLIG, VORWIEGEND FESTKOCHEND ODER FESTKOCHEND – WAS IST EIGENTLICH DER UNTERSCHIED?
Kartoffel ist nicht gleich Kartoffel. Der wichtigste Unterschied für unsere Küche ist ihr Stärkegehalt. 🥔 Mehligkochende Kartoffeln enthalten mehr Stärke, werden beim Garen trockener und fallen leichter auseinander. Perfekt für Püree, Suppen, Knödel – und unseren Prinzessinnen-Schmarrn. 🥔 Vorwiegend festkochende liegen genau dazwischen und sind richtige Allrounder. Die funktionieren für unseren Schmarrn ebenfalls wunderbar. 🥔 Festkochende Kartoffeln enthalten weniger Stärke und behalten ihre Form besonders gut. Deshalb sind sie beispielsweise für Kartoffelsalat oder Bratkartoffeln toll. 👉 Wenn du für diese Woche nur eine Sorte kaufen möchtest, nimm vorwiegend festkochende Kartoffeln. Dann funktionieren sowohl Prinzessinnen-Schmarrn als auch unsere Ofenkartoffeln am Donnerstag.
BUTTERSCHMALZ – WARUM KÖNNEN WIR DAMIT SO GUT BRATEN?
Butter schmeckt fantastisch, aber bei richtig hoher Hitze wird sie relativ schnell dunkel. Der Grund sind vor allem die noch enthaltenen Milchbestandteile. Bei Butterschmalz wurden Wasser und ein Großteil dieser Milchbestandteile entfernt. Übrig bleibt fast ausschließlich das Butterfett. 👉 Deshalb können wir Butterschmalz deutlich stärker erhitzen als normale Butter und es eignet sich richtig gut zum Braten. Für unseren Prinzessinnen-Schmarrn bekommen wir damit eine schöne goldbraune Oberfläche und gleichzeitig diesen typischen buttrigen Geschmack. Übrigens: Ghee ist Butterschmalz. Ist genau das Gleiche.
KÜRBIS – EINMAL KOCHEN, ZWEIMAL ESSEN!
Das ist diese Woche eigentlich mein liebster Einkaufs- und Küchenhack: Wir brauchen Montag Kürbis für unsere Carbonara und Mittwoch wieder Kürbis für die orange Schicht der Regenbogen-Lasagne. 👉 Deshalb am Montag direkt mehr Kürbis garen. Den Teil für Mittwoch nach dem Abkühlen zügig in den Kühlschrank stellen – und schon ist zwei Tage später eine komplette Gemüseschicht unserer Lasagne vorbereitet. Und beim Hokkaido gilt weiterhin: Die Schale darf dranbleiben. Sie wird beim Garen weich und kann mitgegessen werden. Seine orange Farbe kommt unter anderem vom Beta-Carotin – und weil Carotinoide fettlöslich sind, passen Parmesan, Eigelb oder etwas Fett im Gericht sogar wunderbar dazu.
ROTE BETE – VORGEKOCHT IST VÖLLIG OKAY!
Für unsere lilafarbene Lasagne-Schicht müssen wir wirklich nicht anfangen, rohe Rote Bete eine Ewigkeit zu kochen. 😄 Vorgegarte Rote Bete ist eine wunderbare Abkürzung. Schau beim Einkauf einfach auf die Zutatenliste. Im Idealfall steht dort hauptsächlich: Rote Bete. Je nach Produkt können beispielsweise etwas Essig oder Salz enthalten sein – eine ellenlange Zutatenliste brauchen wir aber nicht. Ihre kräftige Farbe kommt von Betalainen – Pflanzenfarbstoffen, die zu den sekundären Pflanzenstoffen gehören. 👉 Achtung beim Einkauf: Nicht versehentlich stark eingelegte oder gezuckerte Rote Bete erwischen, wenn wir eigentlich nur vorgegarte Knollen für unsere Lasagne wollen.
FRISCHER ODER TK-SPINAT?
Beides darf in unseren Einkaufswagen. TK-Spinat wird nach der Ernte verarbeitet, blanchiert und tiefgefroren. Er kann deshalb eine sehr gute und praktische Gemüsequelle sein – Tiefkühlgemüse ist nicht automatisch „weniger gesund“ als frisches Gemüse. Frischer Babyspinat hat für unsere Regenbogen-Lasagne aber einen anderen Vorteil: Konsistenz und Farbe. Wir können ihn direkt verarbeiten und bekommen eine richtig schöne grüne Schicht. 👉 Bei TK-Spinat für Lasagne immer daran denken: Er bringt nach dem Auftauen ordentlich Wasser mit. Deshalb gut ausdrücken, sonst schwimmt uns später die Lasagne davon.
PARMESAN – WENN PARMESAN DRAUFSTEHT, IST AUCH PARMESAN DRIN
Parmesan ist nicht einfach irgendein Hartkäse mit italienischem Namen. Parmigiano Reggiano ist eine geschützte Ursprungsbezeichnung. Er darf nur in einem festgelegten Gebiet Italiens nach vorgeschriebenen Regeln hergestellt werden. Und seine Zutatenliste ist herrlich unspektakulär: Milch, Salz, Lab. Mehr braucht echter Parmigiano Reggiano grundsätzlich nicht. 👉 Gerade bei geriebenen Käseprodukten lohnt es sich deshalb, einmal genauer hinzuschauen, was man eigentlich in der Hand hält. Für unsere Regenbogen-Lasagne brauchen wir übrigens keinen Schmelzkäse. Parmesan zwischen den Schichten bringt durch seine Reifung jede Menge Umami – und oben übernimmt Mozzarella die schöne geschmolzene Käsehaube.
GRIECHISCHER JOGHURT – NICHT DASSELBE WIE „JOGHURT GRIECHISCHER ART“
Das ist so ein kleines Supermarkt-Detail, das man leicht übersieht. „Griechischer Joghurt“ und „Joghurt griechischer Art“ sind nicht automatisch dasselbe Produkt. Traditionell wird griechischer Joghurt stärker entwässert. Dadurch wird er besonders dick und cremig und enthält pro 100 g meist auch mehr Eiweiß als gewöhnlicher Joghurt. Produkte „griechischer Art“ können dagegen anders hergestellt sein. 👉 Deshalb nicht nur auf die große Vorderseite schauen, sondern einmal Zutatenliste und Nährwerttabelle vergleichen. Für unsere grüne Sauce wollen wir einen schönen, dicken Naturjoghurt – ohne Zucker und ohne irgendwelchen Geschmackskram.
BROKKOLI – FRISCH ODER TK?
Beides ist eine gute Wahl – aber es gibt einen spannenden Unterschied. TK-Brokkoli ist praktisch, lange haltbar und ernährungsphysiologisch absolut wertvoll. Bei frischem Brokkoli können wir zusätzlich gezielt die Bildung von Sulforaphan unterstützen: Brokkoli klein schneiden und anschließend ungefähr 40 Minuten liegen lassen, bevor er stark erhitzt wird. Durch das Zerkleinern treffen das Enzym Myrosinase und seine Vorstufen aufeinander – dadurch kann Sulforaphan entstehen. 👉 Keine Zeit dafür? Dann trotzdem Brokkoli essen. 😄 Wir müssen aus einem gesundheitlichen Vorteil keine Wissenschaft im Familienalltag machen. Und wenn du jetzt z.b. Rucola dazu isst - bzw. drüber streust, oder auch Senfkörner (welche du natürlich nicht hast - aber Rucola vielleicht ja schon ... also wenn du das da dazu isst, dann wird wiederum schon Sulforaphan angeregt und gebildet!
WEISSE BOHNEN – IM GLAS UND DIREKT IN DIE SUPPE
Für unsere Brokkoli-Cheddar-Suppe nutzen wir wieder einen meiner liebsten Tricks: Weiße Bohnen mitpürieren. Damit wird die Suppe cremig und gleichzeitig bekommen wir pflanzliches Eiweiß, Ballaststoffe, Folat, Eisen, Magnesium und Kalium hinein. 👉 Wenn möglich, nehme ich Bohnen gerne aus dem Glas. Danach ins Sieb, kurz unter Wasser abspülen und fertig. Und auch hier darf die Zutatenliste ziemlich langweilig sein: Weiße Bohnen, Wasser, eventuell Salz.
CHEDDAR – ECHTER KÄSE STATT SCHMELZKÄSE
Für unsere Brokkolisuppe nehmen wir richtigen Cheddar. Bei einem klassischen Käse brauchen wir keine lange Liste aus Schmelzsalzen, Aromen, Stärke und sonstigen Zutaten. Bei Cheddar finden wir im Wesentlichen Milch, Kulturen, Salz und Lab bzw. entsprechende Zutaten für die Käseherstellung. 👉 Und genau deshalb brauchen wir für eine cremige Käsesuppe keinen Schmelzkäse. Den Cheddar reiben wir selbst und lassen ihn am Ende bei nicht mehr wild kochender Suppe langsam schmelzen. So bekommen wir Geschmack und Cremigkeit aus echtem Käse. 🩷