MontagCremige Brokkoli-Kartoffeln mit Käsekruste
60 Min.vegetarisch
DienstagKonfetti Kartoffeln
30 Min.vegetarisch
MittwochPasta mit Käsesoße - Gemüseschmuggel
25 Min.vegetarisch
DonnerstagSpitzkohl-Hackfleisch-Pfanne
30 Min.
FreitagErasco Nudeltopf - aber selber gemacht
35 Min.Fisch
Original-Einkaufsliste
Einkaufsliste 31.08. - 04.09.
Fleisch/Wurst
- 500 g Rinderhackfleisch (vegetarisch: ca. 350–400 g Räuchertofu)
- 400 g Hähnchenbrust (vegetarisch: ca. 400–500 g weiße Bohnen, Abtropfgewicht)
- nach Belieben etwas Salami oder Schinken für die Konfetti-Kartoffeln
Gemüse/Obst/Kräuter
- 1 Spitzkohl
- ca. 1,3 kg festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
- 1 Brokkoli
- 2 Zucchini
- 1 rote Paprikaschote
- 4 rote Zwiebeln
- 3 Knoblauchzehen
- 2 Karotten
- 2 Stangen Staudensellerie (alternativ ca. 150 g Knollensellerie)
- 2 Bund glatte Petersilie (keine Krauspetersilie; alternativ Petersilie im Topf)
Kühl/TK
- 1 Packung TK-Erbsen
- 50 g Mais (TK, Dose oder Glas)
- 2 Eier
Trockenware
- 400 g Nudeln nach Wahl (ggf. glutenfrei)
- 250 g Suppen- oder Muschelnudeln (ggf. glutenfrei)
- Quinoa + Reis, nur Reis oder Nudeln als Beilage zur Spitzkohl-Hackfleisch-Pfanne
- etwas Mehl oder Stärke (glutenfrei: Stärke oder glutenfreies Mehl)
- Gemüsebrühe
- 1 großes Glas/Dose weiße Bohnen (nur für die vegetarische Variante des Hühnertopfs)
Milchprodukte
- ca. 350 g Sahne (für die Käsepasta alternativ pflanzliche Sahne)
- 150 g Frischkäse
- ca. 250 g geriebener Käse
- ca. 50 g Parmesan oder anderer Käse nach Wahl
- 250 g Quark, gerne 20 oder 40 % Fett
Gewürze/Öle/Extras
- Salz/Pfeffer
- geriebene Muskatnuss
- nach Belieben geräuchertes Paprikapulver
- Unser Wochen-Trick: Bei der Brokkoli-Kartoffel-Pfanne direkt die 700 g Kartoffeln für die Konfetti-Kartoffeln mitgaren. Abkühlen lassen, in den Kühlschrank – und beim zweiten Gericht ist ein großer Arbeitsschritt schon erledigt und du hast resistente Stärke - hervorragendes Darmfutter!
Einkaufs-Coach der Woche
Kartoffeln – festkochend, vorwiegend festkochend oder mehlig?
Welche Kartoffel in den Einkaufswagen gehört, hängt davon ab, was daraus werden soll. Der entscheidende Unterschied liegt vor allem im Stärkegehalt und damit darin, wie sich die Kartoffel beim Garen verhält.
Festkochende Kartoffeln haben den geringsten Stärkeanteil. Sie bleiben beim Kochen fest, behalten ihre Form und lassen sich anschließend gut schneiden oder anbraten. Perfekt für Kartoffelsalat, Bratkartoffeln, Gratins – und für unsere Kartoffelgerichte diese Woche.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln liegen genau dazwischen. Sie enthalten etwas mehr Stärke, bleiben aber trotzdem recht stabil. Sie sind die Allrounder unter den Kartoffeln und eignen sich ebenfalls wunderbar für Pfannen, Aufläufe, Salz- und Bratkartoffeln.
Mehligkochende Kartoffeln enthalten besonders viel Stärke. Sie werden beim Kochen weich, locker und zerfallen deutlich schneller. Genau das wollen wir bei Kartoffelpüree, Suppen, Klößen oder Gnocchi – bei einer Kartoffelpfanne eher nicht.
Für diese Woche: festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln kaufen.
Rote Zwiebeln – warum eigentlich die roten?
Zwiebeln liefern unter anderem schwefelhaltige Pflanzenstoffe und Flavonoide wie Quercetin. Bei roten Zwiebeln kommen zusätzlich die roten und violetten Anthocyane dazu – sekundäre Pflanzenstoffe, die für ihre kräftige Farbe verantwortlich sind.
Untersuchungen zeigen außerdem, dass rote Zwiebeln sehr reich an Flavonoiden sein können. Die tatsächlichen Mengen unterscheiden sich natürlich je nach Sorte, aber genau diese Vielfalt an Pflanzenstoffen ist der Grund, warum im Einkaufswagen gerne unterschiedliche Farben landen dürfen.
Deshalb diese Woche: rote Zwiebeln.
Brokkoli – gelb oder schwarz: ein großer Unterschied!
Ein Brokkoli muss nicht in den Müll, nur weil er anfängt, gelb zu werden.
Die kleinen grünen Köpfchen des Brokkolis sind nämlich Blütenknospen. Wird der Brokkoli älter, entwickeln sie sich weiter und beginnen sich zu öffnen – dabei werden die gelben Blüten sichtbar. Der Brokkoli ist dann nicht mehr taufrisch, Geschmack und Konsistenz können sich verändern, aber die gelbe Farbe allein macht ihn nicht ungenießbar.
Schwarze, schimmelige, faulige oder matschige Stellen sind etwas völlig anderes. Sie sprechen für Verderb. Ein Brokkoli, der schimmelt, unangenehm riecht oder deutlich fault, gehört nicht mehr auf den Teller.
Also:
Gelb = die Blüten öffnen sich. Nicht mehr ganz frisch, aber grundsätzlich noch essbar, wenn Geruch und Konsistenz stimmen.
Schwarz, schimmelig, faulig oder matschig = weg damit.
Frischkäse – Zutatenliste umdrehen!
Frischkäse ist tatsächlich Käse. Er wird aus dickgelegter Käsereimilch hergestellt, muss im Gegensatz zu vielen anderen Käsearten aber nicht reifen. Ein klassischer Rahm- oder Doppelrahmfrischkäse ist ein erstaunlich schlichtes Lebensmittel. Für die entsprechenden Standardsorten sieht die deutsche Milchproduktqualitätsverordnung als Grundlage Milch, Sahne oder Magermilch vor.
Und genau so darf die Zutatenliste auch aussehen: kurz und unspektakulär.
Milch bzw. Rahm, Milchsäurekulturen und gegebenenfalls Salz – viel mehr braucht ein einfacher Frischkäse im Einkaufswagen nicht.
Stehen dort dagegen eine ganze Reihe Verdickungsmittel, Stabilisatoren, Aromen oder andere Zusätze, lohnt es sich, das Produkt wieder zurückzustellen und zwei Becher weiterzuschauen. Denn Frischkäse kann auch ohne Zutatenliste in Romanlänge wunderbar cremig sein.
Und was ist dann Schmelzkäse?
Schmelzkäse ist etwas völlig anderes als klassischer Frischkäse.
Dafür wird bereits hergestellter Käse erneut verarbeitet: Er wird unter Wärmeeinwirkung geschmolzen und emulgiert. Dabei dürfen unter anderem weitere Milcherzeugnisse und Schmelzsalze eingesetzt werden. Bei Schmelzkäsezubereitungen sind noch weitere Zutaten möglich. Das ist also kein schlicht hergestellter Frischkäse, sondern ein weiterverarbeitetes Käseerzeugnis.
Einkaufsregel: Für unsere Küche brauchen wir keinen Schmelzkäse. Einen ganz normalen Naturfrischkäse nehmen, Zutatenliste umdrehen und das Produkt mit der kürzesten, verständlichsten Zutatenliste wählen.
Paprika – Bio, bitte!
Paprika ist eines der Gemüse, bei denen sich der Blick auf die Anbauweise besonders lohnt.
Aktuelle Untersuchungen der amtlichen Lebensmittelüberwachung Baden-Württemberg zeigen sehr deutlich, warum: 2024 wurden in 95 von 100 untersuchten konventionellen Gemüsepaprika Pestizidrückstände gefunden, 83 der 100 Proben enthielten sogar Rückstände mehrerer Wirkstoffe. Bei sechs Proben wurden Höchstgehaltsüberschreitungen festgestellt. Die Behörde weist ausdrücklich darauf hin, dass Paprika bei Überschreitungen vergleichsweise häufig auffällt.
Bio-Ware sieht bei Pestizidrückständen grundsätzlich deutlich besser aus: Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit stellte bei seinen Untersuchungen von Bio-Lebensmitteln deutlich weniger Rückstände fest als bei konventionell erzeugten Produkten.
Deshalb ist Paprika eines der Gemüse, die im Einkaufswagen möglichst in Bioqualität landen.
Erbsen – ab in die Tiefkühltruhe!
Bei Erbsen ist TK die erste Wahl.
Für Tiefkühlerbsen liegen zwischen Ernte und Verarbeitung häufig nur wenige Stunden. Sie werden gewaschen, kurz blanchiert und anschließend bei sehr niedrigen Temperaturen schnell tiefgefroren. Durch dieses Verfahren bleiben Zellstruktur und Nährstoffe weitgehend erhalten – und auch die schöne grüne Farbe bleibt bestehen.
Der Unterschied zu Erbsen aus Dose oder Glas ist oft schon mit bloßem Auge zu erkennen: Die sind durch die stärkere Hitzebehandlung weich und häufig deutlich matter bis olivgrün.
Also: Erbsen → TK kaufen. Sie schmecken frischer, haben eine schönere Konsistenz und sind innerhalb weniger Minuten fertig.
Quark – Fett darf drinbleiben!
Beim Quark darf es gerne die Variante mit 20 oder 40 % Fett i. Tr. sein.
Magerquark schmeckt deutlich trockener und säuerlicher, während ein Quark mit höherem Fettgehalt cremiger, runder und einfach besser schmeckt - wie ich finde zumindest :-) Und es gibt keinen Grund, aus einem natürlichen Lebensmittel reflexartig das Fett herauszusparen.
Gerade für einen Kräuterquark macht der Unterschied geschmacklich richtig etwas aus.
Diese Woche: Quark mit 20 oder 40 % Fett i. Tr.
Glatte Petersilie – bitte nicht als Dekoration behandeln!
Petersilie ist ernährungsphysiologisch viel zu spannend, um am Ende drei Blättchen über das Essen zu streuen.
Sie ist ausgesprochen reich an Vitamin K und enthält außerdem unter anderem Vitamin C, Folat, Carotinoide und verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe. Deshalb darf Petersilie ruhig wie ein richtiges Lebensmittel verwendet werden: ordentlich hacken und eine gute Menge davon ins Essen geben.
Und auch bei Kräutern lohnt sich Bio. Dass konventionell angebaute Kräuter mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden können, wird beim Einkauf gerne vergessen. Untersuchungen der Lebensmittelüberwachung finden bei frischen konventionellen Kräutern regelmäßig Pestizidrückstände und Mehrfachrückstände.
Deshalb: Kräuter möglichst in Bioqualität kaufen.
Für diese Woche wird glatte Petersilie verwendet. Sie ist aromatisch, lässt sich wunderbar hacken und passt sowohl zu den Konfetti-Kartoffeln als auch in den Hühnchen-Nudeltopf.
Zucchini – bitter bedeutet STOPP!
Eine Zucchini darf mild, neutral oder leicht süßlich schmecken.
Was sie niemals schmecken sollte: bitter.
Ein deutlich bitterer Geschmack kann auf Cucurbitacine hinweisen. Das sind Bitterstoffe aus der Familie der Kürbisgewächse, die gesundheitliche Beschwerden bis hin zu einer Vergiftung verursachen können. Das Bundesinstitut für Risikobewertung nennt insbesondere Erbrechen, Durchfall und Bauchschmerzen als mögliche Folgen.
Das Gemeine daran: Kochen macht das Problem nicht einfach weg.
Deshalb gibt es hier keine Resteverwertung und kein „wird schon passen“:
Schmeckt eine Zucchini deutlich bitter, sofort ausspucken und die Zucchini entsorgen. Nicht weiteressen und nicht verkochen.