MontagHackbällchen Toskana ohne "fix" mit viel Gemüse!
50 Min.
DienstagKarotten Pfannkuchen 2.0
45 Min.vegetarisch
MittwochCremige Gemüsesuppe mit Brokkoli und weißen Bohnen
40 Min.Fisch
DonnerstagPowidltascherl mit oder ohne Powidl :-)
105 Min.vegetarisch
FreitagOfenkartoffeln- super easy!
30 Min.Fisch
Original-Einkaufsliste
Einkaufsliste 24.08. - 27.08.
Fleisch / Wurst
- 500 g Rinderhackfleisch
ca. 2 kg mehligkochende Kartoffeln
- 4 Karotten – je nach Größe lieber eine mehr mitnehmen (als würdest du nicht eh ne 2 kg packung kaufen :-))
- 3 rote Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 1 kleiner Kürbis, ca. 300 g (alternativ Zucchini)
- 1 Brokkoli
- 1 Töpfchen Basilikum
- Kräuter nach Geschmack – für den Kräuterquark zu den Ofenkartoffeln
- Für die Powidltascherl: Zwetschgen, Heidelbeeren oder TK-Himbeeren – such dir einfach eine Füllung aus
Kühlregal / TK
- 200–250 g Garnelen (alternativ Tofu)
- Räucherlachs oder Stremellachs (optional für die Ofenkartoffeln)
- 5 Eier
- ggf. weitere Eier für Rührei zu den Ofenkartoffeln oder 2 Eigelb für die Suppe
- TK-Himbeeren, falls du sie als Füllung für die Powidltascherl nimmst
Trockenware
- 300–400 g Nudeln (oder eine andere Beilage nach Wahl zu den Hackbällchen Toskana)
- 400 g Tomaten aus dem Glas oder der Dose
- 1 Glas oder Dose weiße Bohnen
ca. 30 g Speisestärke
- ca. 500 g Mehl gesamt – 300 g für die Pfannkuchen + 200 g für die Powidltascherl (ich habe den Alnavit Bio Mehl Mix Universal verwendet; normales Dinkelmehl geht ebenfalls)
Gemüsebrühe
- Apfelmus oder Marmelade (optional für die Karottenpfannkuchen)
- Brot (optional als Suppeneinlage)
- Optional: Kidneybohnen, weiße Bohnen oder Kichererbsen für die Ofenkartoffeln
Milchprodukte
- 250 g Mozzarella
- 150 g Sahne
- 600 ml Milch
ca. 40 g Butter
- Quark für die Ofenkartoffeln
Einkaufs-Coach der Woche
Warum wir ohne Päckchen kochen
Diese Woche machen wir Hackbällchen Toskana – aber natürlich ohne Fix-Päckchen. Und das hat einen Grund.
Wir wollen wieder lernen, wie echtes Essen schmeckt – und vor allem wollen wir unseren Kindern die Chance geben, diesen natürlichen Geschmack überhaupt kennenzulernen.
Viele Fertigprodukte, Würzmischungen, Gemüsebrühen, Salat-Fix-Produkte & Co. sind auf einen sehr intensiven, herzhaften Geschmack ausgelegt. Glutamat verstärkt dabei vor allem den Umami-Geschmack. Wer ständig sehr intensiv gewürzte Produkte isst, gewöhnt sich an diese starken Geschmacksreize – und plötzlich schmeckt eine einfache Tomatensauce, eine selbstgekochte Suppe oder ein Salat ohne Fertigwürze vermeintlich nach „zu wenig“.
Genau dieses Phänomen sehen wir heute bei vielen Erwachsenen: Ohne Maggi, Knorr, Fix-Päckchen oder fertige Salatwürze fehlt ihnen etwas. Der Geschmack wurde über Jahre auf diese intensive Würzung geprägt.
Deshalb möchte ich, dass wir bei unseren Kindern möglichst gar nicht erst damit anfangen – und gleichzeitig dürfen auch wir Erwachsenen unseren Geschmack wieder an echte Lebensmittel, Kräuter, Gewürze und natürliche Aromen gewöhnen.
Und jetzt kommt etwas, das viele nicht wissen: Achtet nicht nur auf das Wort Glutamat, sondern auch auf Hefeextrakt.
Hefeextrakt enthält natürlicherweise Glutamat und wird wegen seines intensiv würzigen Umami-Geschmacks eingesetzt. Rechtlich gilt Hefeextrakt jedoch als Zutat und nicht als geschmacksverstärkender Zusatzstoff. Deshalb kann auf einer Verpackung beispielsweise „ohne geschmacksverstärkende Zusatzstoffe“ stehen und in der Zutatenliste trotzdem Hefeextrakt auftauchen.
Also: Zutatenliste umdrehen und lesen. Das gilt auch für Gemüsebrühe. Ich kaufe Gemüsebrühe ohne zugesetztes Glutamat und ohne Hefeextrakt.
Die Lebensmittelindustrie beschäftigt sich übrigens sehr intensiv damit, wie Lebensmittel, Geschmack, Verpackungen und Marken auf unser Gehirn und unsere Kaufentscheidungen wirken. Ein Bereich davon nennt sich Neuromarketing. In der Forschung werden dafür unter anderem bildgebende Verfahren wie fMRT eingesetzt, um zu untersuchen, welche Reaktionen bestimmte Reize im Gehirn auslösen.
Umso wichtiger finde ich es, dass wir zu Hause einen Gegenpol schaffen: Wir entscheiden selbst, woran sich unser Geschmack gewöhnt.
Warum wir Rinderhack kaufen
Wenn Hackfleisch auf unserem Einkaufszettel steht, nehme ich gerne Rinderhack statt gemischtem Hack.
Rindfleisch ist eine richtig gute Eisenquelle und enthält Hämeisen. Das ist die Form von Eisen, die unser Körper besonders gut aufnehmen kann. Dazu bekommen wir hochwertiges Eiweiß, Vitamin B12 und Zink.
Wenn wir also sowieso Hackfleisch kaufen, können wir diese Mahlzeit gleich nutzen, um ordentlich Eisen auf den Familienteller zu bringen.
Tomaten aus Glas oder Dose
Bei passierten oder stückigen Tomaten greife ich, wenn ich die Wahl habe, am liebsten zum Glas. Damit umgehe ich auch die Diskussion um Beschichtungen von Konservendosen und mögliche Stoffübergänge aus der Verpackung.
Und dann bitte einmal auf die Herkunft der Tomaten schauen.
Ich kaufe bevorzugt Produkte, bei denen ausdrücklich angegeben ist, dass die Tomaten aus Italien stammen. Gerade bei stark verarbeiteten Tomatenprodukten ist die Herkunft nämlich nicht immer so offensichtlich, wie die italienisch aussehende Verpackung vermuten lässt.
Deshalb: Nicht von italienischen Flaggen, Namen oder Bildern täuschen lassen, sondern die tatsächliche Herkunftsangabe suchen.
Diese Woche kaufen wir nur mehligkochende Kartoffeln
Das ist diese Woche wunderbar einfach: Wir brauchen nur mehligkochende Kartoffeln.
Kartoffeln werden nach ihren Kocheigenschaften unterschieden:
Festkochende Kartoffeln enthalten vergleichsweise weniger Stärke und behalten beim Garen ihre feste Struktur. Sie sind perfekt für Kartoffelsalat, Bratkartoffeln oder Gerichte, bei denen die Kartoffel in Form bleiben soll.
Vorwiegend festkochende Kartoffeln liegen dazwischen und sind unsere klassischen Allrounder.
Mehligkochende Kartoffeln enthalten mehr Stärke, werden beim Garen weicher und zerfallen leichter. Genau das wollen wir für unsere Gemüsesuppe und vor allem für den Kartoffelteig der Powidltascherl.
Für Kartoffelteige sind mehligkochende Kartoffeln besonders praktisch, weil sie nach dem Garen trockener und stärkehaltiger sind. Verwendet man eine wachsigere, wasserreichere Kartoffel, braucht man häufig mehr Mehl, um überhaupt einen formbaren Teig zu bekommen. Und je mehr Mehl und je mehr Bearbeitung, desto eher wird aus unserem wunderbar weichen Kartoffelteig eine klebrige, schwere oder gummiartige Angelegenheit.
Und wenn wir die Kartoffeln für die Powidltascherl sowieso garen, machen wir gleich mehr davon. Die übrigen Kartoffeln werden später zu unseren Ofenkartoffeln. Einmal Arbeit – zwei Mahlzeiten. 🥔
Mein glutenfreies Mehl
Ich habe mich für mich inzwischen einfach dazu entschieden, glutenfrei zu essen und verwende deshalb auch für die Karottenpfannkuchen und die Powidltascherl meinen Alnavit Bio Mehl Mix Universal.
Das müsst ihr überhaupt nicht nachmachen.
Wenn ihr ganz normales Mehl esst, nehmt für die Powidltascherl am besten Dinkelmehl Type 630. Eine höhere Type funktioniert ebenfalls, ich würde für diesen Teig aber nicht wesentlich über Type 1050 gehen.
Wir brauchen bei unseren Tascherln nämlich einen geschmeidigen Teig, der zusammenhält und sich gut verschließen lässt.
Vollkornmehl enthält zwar ebenfalls Gluten, aber zusätzlich die Randschichten des Getreidekorns. Diese binden viel Wasser und können die Ausbildung eines gleichmäßigen Klebergerüsts beeinträchtigen. Dadurch verhält sich Vollkornteig gröber und weniger geschmeidig. Für Brot ist das wunderbar – für feine Kartoffeltascherl, die wir füllen und anschließend ins Wasser geben möchten, ist ein helleres Mehl wesentlich unkomplizierter.
Apfelmark statt Apfelmus
Für die Karottenpfannkuchen könnt ihr Apfelmark, Marmelade oder einfach eine zerquetschte Banane nehmen.
Beim Apfel würde ich im Supermarkt Apfelmark kaufen.
Apfelmark besteht üblicherweise aus 100 % Frucht und kommt ohne zugesetzten Zucker aus. Bei Apfelmus kann dagegen Zucker zugesetzt sein. Inzwischen gibt es allerdings auch Apfelmus ohne Zuckerzusatz – deshalb gilt auch hier: Zutatenliste anschauen.
Wenn dort einfach nur Apfel steht: wunderbar. 🍎
Powidltascherl – und dann finde ich keinen Powidl 😂
Genau das liebe ich am Kochen: Wir machen einfach das, was gerade funktioniert.
Ich wollte Powidltascherl machen und habe keine Zwetschgen gefunden, die ich lecker fand. Also kamen bei mir einfach Himbeeren hinein. Den Tascherln ist es nämlich ziemlich egal, ob darin Zwetschgen, Himbeeren oder Heidelbeeren stecken. 😄
Jetzt ist Himbeerzeit, deshalb könnt ihr natürlich wunderbar frische Himbeeren verwenden.
Wenn ihr TK-Himbeeren oder TK-Heidelbeeren kauft, schaut bitte einmal genauer auf Bio-Qualität und Herkunft. Tiefgekühlt bedeutet nämlich nicht automatisch regional. Auch Beeren werden international gehandelt und können von sehr weit her kommen.
Dasselbe gilt für frische Beeren. Nur weil eine Packung wunderschön aussieht oder eine bekannte Marke daraufsteht, heißt das nicht, dass die Himbeeren aus Deutschland kommen. Marken wie Driscoll’s vertreiben beispielsweise Beeren aus unterschiedlichen Anbauregionen weltweit.
Ich greife deshalb gerade in der Saison bevorzugt zu regionalen Bio-Beeren. Und wenn ich TK kaufe, schaue ich ebenfalls nach Bio und drehe die Packung einmal um, um die Herkunft zu prüfen.
Das gilt für mich besonders bei Lebensmitteln, die wir komplett und mit ihrer Oberfläche essen.
Beim Lachs einmal genauer hinschauen
Wenn ihr eure Ofenkartoffeln mit Räucherlachs essen möchtet, schaut bitte nicht einfach nur nach „Lachs“, sondern dreht auch hier die Packung um.
Ich greife bevorzugt zu Wildlachs statt zu Zuchtlachs. Wildlachs lebt und ernährt sich unter natürlichen Bedingungen und ist für mich deshalb die erste Wahl.
Also ruhig ganz konkret nach Wildlachs suchen. Auch bei Räucherlachs lohnt sich dieser Blick auf die Verpackung.
Kräuter: frisch oder TK – aber bitte einmal hinschauen
Auch bei Kräutern achte ich gerne auf Bio-Qualität und Herkunft – egal, ob sie frisch oder tiefgekühlt sind.
Gerade frische Kräuter sehen im Supermarkt oft nach einem unglaublich regionalen Produkt aus, können aber einen erstaunlich langen Weg hinter sich haben.
Deshalb gilt auch hier meine einfache Regel: Packung umdrehen. Herkunft anschauen. Wenn möglich Bio und regional bzw. möglichst nah produziert wählen.