Vorlage 09.09. - 13.09.2024

Zu dieser Vorlage gibt es in der Quelle nur eine Original-Einkaufsliste.

Original-Einkaufsliste

Einkaufsliste 09.09. . - 13.09.
Fleisch/Wurst
  • ca. 400 g Rinderhackfleisch
Gemüse/Obst/Kräuter
  • 200 g frischer Spinat
  • 1 kleiner Brokkoli oder ca. 300 g TK-Brokkoli
  • 3 Kohlrabi (je ca. 150 g)
  • 1 große Zucchini oder 2 kleine
  • 2 große rote Zwiebeln
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • ca. 800 g festkochende Kartoffeln
  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 2–4 Knoblauchzehen – je nachdem, wie gern du/ihr Knoblauch mögt und wie geduldet der im Umfeld ist :-)
  • 3 leckere große Tomaten
  • ein paar Eisbergsalat- oder Romasalatblätter
  • ca. 250 g Champignons oder Pilze deiner Wahl
  • 1 Zitrone
Kühl/TK
  • 2 Eier
  • ca. 300 g TK-Brokkoli, falls du keinen frischen Brokkoli verwendest
Trockenware
  • 175 g Cashewkerne
  • Wraps zum Befüllen – am besten schön weich und biegsam
  • ca. 300 g Suppennudeln
  • ca. 450 g Mehl + etwas mehr für die Scherennudeln
  • 120 g Paniermehl
  • ein paar Gewürzgurken zum Belegen
Milchprodukte
  • 100 g Parmesan + nach Wunsch etwas mehr für die Scherennudeln
  • 4 Scheiben Gouda oder Cheddar
  • ca. 500 ml Milch und/oder Sahne
  • 60 g Butter
Gewürze/Öle/Extras
  • Olivenöl
  • 2–3 EL Tomatenmark
  • 2 TL mittelscharfer Senf
  • etwas Sojasoße
  • geräuchertes Paprikapulver
  • Muskatnuss
Pflanzliche Alternativen
  • Bei Milch und Sahne kannst du für die Rezepte problemlos die pflanzliche Alternative verwenden.
  • Für Parmesan kannst du entweder eine vegane Alternative nehmen – da gibt es inzwischen tolle Varianten z. B. auf Basis von Hülsenfrüchten – oder du verwendest Hefeflocken.
  • Für die Big Mac Wraps kannst du vegetarisches Hack verwenden oder das Hackfleisch einfach weglassen.
Montag: Kartoffeln in cremiger Knoblauchsoße
  • Kartoffeln liefern Energie und Kalium, Zucchini bringt Pflanzenstoffe mit und Cashewkerne ergänzen wertvolle Fette, Mineralstoffe und pflanzliches Eiweiß.
Das brauchst du
  • ca. 800 g festkochende Kartoffeln
  • 1 große Zucchini
  • 1 große Zwiebel
  • 1–3 Knoblauchzehen
  • 50 g Parmesan
  • ca. 250 ml Milch oder Sahne (gern auch pflanzlich)
  • 75 g Cashewkerne
  • Olivenöl
Dienstag: Big Mac Wraps
  • Eine richtig sättigende Familienmahlzeit mit Eiweiß aus dem Hackfleisch, frischem Gemüse und guten Fetten aus den Cashewkernen.
Das brauchst du
  • ca. 400 g Rinderhackfleisch
  • 3 große Tomaten
  • ein paar Eisbergsalat- oder Romasalatblätter
  • 1 große rote Zwiebel
  • 4 Scheiben Gouda oder Cheddar (kein Schmelzkäse)
  • ein paar Gewürzgurken
  • Wraps – am besten schön weich und biegsam
  • 100 g Cashewkerne
  • 2–3 EL Tomatenmark
  • 2 TL mittelscharfer Senf
Mittwoch: Pilz-und-Brokkoli-Pasta-Suppe
  • Brokkoli liefert wertvolle Pflanzenstoffe, Pilze bringen unter anderem B-Vitamine mit und zusammen mit Parmesan und Nudeln wird daraus eine wärmende, sättigende Familienmahlzeit.
Das brauchst du
  • 1 kleiner Brokkoli oder ca. 300 g TK-Brokkoli
  • ca. 250 g Champignons oder andere Pilze deiner Wahl (keine Austernpilze)
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 50 g Parmesan
  • ca. 300 g Suppennudeln
  • etwas Sojasoße
  • geräuchertes Paprikapulver
  • Olivenöl
Donnerstag: Kohlrabi-Schnitzel mit Kartoffelpüree
  • Kohlrabi bringt Vitamin C und Ballaststoffe auf den Teller, während Kartoffeln Kalium und sättigende Stärke liefern – außen knusprig, innen weich und perfekt für Kinder.
Das brauchst du
  • 3 Kohlrabi (je ca. 150 g)
  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln
  • 1 Zitrone
  • 2 Eier
  • 50 g Mehl
  • 120 g Paniermehl
  • ca. 250 ml Milch oder Mandelmilch
  • 20 g Butter
  • 1 Messerspitze Muskatnuss
Freitag: Grüne Scherennudeln
  • Spinat bringt Folat, Magnesium und Pflanzenstoffe mit – und versteckt sich hier direkt im Nudelteig, sodass aus wenigen einfachen Zutaten ein richtig grünes Familienessen wird.
Das brauchst du
  • 200 g frischer Spinat
  • ca. 400 g Mehl + etwas mehr, je nach Mehltype
  • Glutenfrei: z. B. mit einer passenden glutenfreien Mehlmischung wie Alnavit Universal
  • ca. 40 g Butter
  • nach Wunsch etwas Parmesan
  • Salz

Einkaufs-Coach der Woche

ZUCCHINI – BITTER? BITTE NICHT ESSEN!
Zucchini darf mild, frisch und leicht nussig schmecken – aber niemals deutlich bitter. Der bittere Geschmack kann von sogenannten Cucurbitacinen kommen. Das sind Bitterstoffe, die natürlicherweise in Kürbisgewächsen vorkommen können. Unsere heutigen Speisezucchini wurden so gezüchtet, dass sie normalerweise kaum noch Cucurbitacine bilden. Schmeckt eine Zucchini aber ungewöhnlich bitter: nicht weiteressen und auch nicht verkochen. Weg damit. Denn Cucurbitacine können Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen und Durchfall verursachen und in hoher Dosis sogar gefährlich werden. Wichtig: Kochen oder Braten macht diese Stoffe nicht zuverlässig unschädlich. 👉 Deshalb gilt: Zucchini beim Schneiden ruhig einmal roh probieren. Schmeckt sie normal und mild – alles gut. Ist sie auffällig bitter – entsorgen.
WAS IST EIGENTLICH „ECHTER“ KÄSE?
Bei Käse lohnt sich der Blick auf die Zutatenliste enorm. Für einen klassischen Käse braucht es erstaunlich wenig: Milch, Milchsäurekulturen, Lab und Salz. Je nach Sorte können weitere für die Herstellung notwendige Zutaten oder Kulturen dazukommen – aber eine ellenlange Zutatenliste braucht ein guter Käse nicht. Und genau deshalb sage ich bei unseren Big-Mac-Wraps ausdrücklich: kein Schmelzkäse. Schmelzkäse ist ein weiterverarbeitetes Käseerzeugnis. Dafür wird Käse unter anderem mithilfe von Schmelzsalzen verarbeitet, damit eine besonders gleichmäßige, schmelzende Masse entsteht. 👉 Für unsere Wraps nehmen wir einfach eine Scheibe Gouda oder Cheddar aus echtem Käse. Der schmilzt nämlich auch wunderbar. :-)
PARMESAN ODER GRANA PADANO – WAS IST DER UNTERSCHIED?
Sie sehen sich ähnlich, schmecken ähnlich und werden beide gern über Pasta gerieben – trotzdem sind sie nicht dasselbe. Parmigiano Reggiano ist eine geschützte italienische Käsespezialität und darf nur in einem genau festgelegten Gebiet hergestellt werden. Er besteht traditionell aus Rohmilch, Salz und Lab und muss mindestens 12 Monate reifen. Auch Grana Padano ist ein geschützter italienischer Hartkäse und wird in einem festgelegten Gebiet Norditaliens produziert. Seine Mindest-Reifezeit ist kürzer. Bei seiner Herstellung sind außerdem andere Vorgaben erlaubt als beim Parmigiano Reggiano – beispielsweise darf Lysozym aus Ei zur Kontrolle bestimmter unerwünschter Gärungen eingesetzt werden. Das bedeutet nicht, dass Grana Padano ein „schlechter Käse“ ist. Aber es erklärt, warum Parmesan und Grana Padano eben nicht einfach zwei Namen für denselben Käse sind. 👉 Ich persönlich würde beim Einkauf wirklich auf die Bezeichnung Parmigiano Reggiano achten, wenn ich Parmesan möchte.
MILCH – UND WAS BEDEUTET EIGENTLICH BIO?
Bei Biomilch geht es nicht einfach darum, dass auf der Packung ein grünes Blatt klebt. Die Tiere werden nach den Vorgaben der ökologischen Landwirtschaft gehalten und gefüttert. Dazu gehören unter anderem Bio-Futter, strengere Vorgaben bei der Tierhaltung und mehr Platz als in der konventionellen Haltung. Aber: Bio bedeutet nicht automatisch regional. Und Bio bedeutet auch nicht automatisch Weidemilch. Deshalb lohnt sich zusätzlich ein Blick auf die Packung: Wo wurde die Milch erzeugt? Woher kommt sie? Gibt es Angaben zur Weidehaltung? Wer regionale Landwirtschaft unterstützen möchte, sollte also nicht nur nach dem Bio-Siegel schauen, sondern auch nach der Herkunft. Und noch etwas Spannendes: Die Zusammensetzung des Milchfetts kann sich durch die Fütterung verändern. Kühe, die viel frisches Gras und Weidefutter bekommen, können beispielsweise Milch mit einem günstigeren Fettsäuremuster liefern. 👉 Bio, regional und Weidehaltung sind drei verschiedene Informationen. Wenn mehrere davon zusammenkommen: umso schöner.
BROKKOLI – FRISCH ODER TIEFGEFROREN?
Bitte habt keine Angst vor Tiefkühlgemüse! :-) TK-Brokkoli ist nicht automatisch die nährstoffärmere Notlösung. Gemüse für die Tiefkühlung wird nach der Ernte relativ schnell verarbeitet und eingefroren. Dadurch können viele Nährstoffe sehr gut erhalten bleiben. Vor dem Einfrieren wird Brokkoli allerdings normalerweise blanchiert – also kurz erhitzt. Und genau hier kommt unser alter Freund Sulforaphan ins Spiel. Damit Sulforaphan entstehen kann, braucht Brokkoli unter anderem das Enzym Myrosinase. Dieses Enzym wird durch stärkere Hitze weitgehend inaktiviert. Deshalb hat frischer, roher Brokkoli einen besonderen Vorteil: Wenn wir ihn klein schneiden und anschließend ungefähr 15–45 Minuten liegen lassen, können Myrosinase und die entsprechenden Pflanzenstoffe miteinander reagieren und Sulforaphan bilden. 👉 TK-Brokkoli: praktisch, lange haltbar und weiterhin eine tolle Gemüse- und Nährstoffquelle. 👉 Frischer Brokkoli: bietet uns zusätzlich die Möglichkeit, durch Schneiden + Liegenlassen gezielt die Sulforaphanbildung zu fördern. Es muss also nicht immer frisch sein – aber beim frischen Brokkoli können wir einen kleinen Küchentrick nutzen. 🥦
KNOBLAUCH – EINMAL AUF DIE HERKUNFT SCHAUEN!
Beim Knoblauch lohnt sich ein Blick auf das kleine Herkunftsschild. Ein erheblicher Teil des weltweit gehandelten Knoblauchs stammt aus China. Das bedeutet nicht automatisch, dass chinesischer Knoblauch schlecht ist – aber wenn wir Knoblauch bekommen, der aus Deutschland, Österreich, Italien, Spanien oder einem anderen näher gelegenen europäischen Anbaugebiet stammt, können wir uns sehr lange Transportwege sparen.
Deshalb: Herkunft anschauen statt einfach zugreifen.
Und wenn ihr irgendwann frischen Knoblauch entdeckt: mitnehmen und ausprobieren! Das, was wir normalerweise als weiße, trockene Knolle kaufen, ist bereits getrockneter bzw. ausgereifter und gelagerter Knoblauch. Frischer Knoblauch sieht anders aus: Die Außenhaut ist noch weich, saftig und nicht papierartig trocken, teilweise bekommt ihr ihn sogar noch mit dem grünen Stängel. Die Zehen schmecken meist milder und frischer. Und das Beste: Die noch weichen Häute müssen nicht immer mühsam entfernt werden – die zarten Bestandteile können mitgegessen und mitverarbeitet werden. Wenn ihr die Wahl habt, finde ich Bio-Knoblauch aus möglichst regionalem bzw. europäischem Anbau eine richtig schöne Wahl.
SENF – SO VIEL MEHR ALS NUR EINE WÜRZSOẞE
Senf ist eigentlich ein ziemlich geniales Lebensmittel. Die Grundlage sind Senfkörner – und die gehören zur Familie der Kreuzblütler, genau wie Brokkoli, Kohl, Rucola oder Radieschen. Senfkörner enthalten Glucosinolate, also jene schwefelhaltigen Pflanzenstoffe, die wir aus den Kreuzblütlern kennen. Werden die Körner zerkleinert und kommen mit Flüssigkeit in Kontakt, entstehen daraus unter anderem die Stoffe, die Senf seine typische Schärfe geben. Ein guter klassischer Senf braucht ebenfalls keine wilde Zutatenliste. Typisch sind beispielsweise: Senfkörner/Senfsaat, Wasser, Essig und Salz – je nach Sorte kommen Gewürze dazu. Manche Sorten enthalten natürlich auch Zucker oder weitere Zutaten. Deshalb: 👉 Einmal hinten draufschauen. Senf kann ein wunderbar simples Würzmittel aus echten Lebensmitteln sein und braucht nicht zig Zusatzstoffe.
SOJASOẞE – WAS IST DAS EIGENTLICH?
Traditionelle Sojasoße entsteht durch Fermentation. Sojabohnen werden zusammen mit bestimmten Mikroorganismen fermentiert und anschließend über längere Zeit gereift. Bei vielen klassischen Sojasoßen gehört außerdem Weizen zur Rezeptur. Eine traditionelle Zutatenliste kann deshalb erstaunlich kurz sein: Wasser, Sojabohnen, Weizen und Salz. Durch die Fermentation entsteht dieser intensive, würzige Umami-Geschmack – dafür braucht eine gute Sojasoße keine künstliche Geschmacksverstärkung. 👉 Schaut beim Einkauf nach einer natürlich gebrauten bzw. natürlich fermentierten Sojasoße mit kurzer Zutatenliste. Wichtig für glutenfrei: Normale Sojasoße enthält häufig Weizen. Dann unbedingt eine ausdrücklich glutenfreie Sojasoße oder glutenfreies Tamari wählen.
BIO-ZITRONE ODER „UNBEHANDELT“ – DAS IST NICHT DASSELBE!
Das finde ich besonders wichtig, weil diese Begriffe gern durcheinandergeworfen werden. Steht auf einer konventionellen Zitrone „unbehandelt“ oder „Schale nach der Ernte unbehandelt“, bedeutet das nicht automatisch, dass die Zitrone während des Anbaus ohne synthetisch-chemische Pflanzenschutzmittel produziert wurde. Die Aussage bezieht sich auf die Behandlung nach der Ernte. Bio dagegen bezieht sich auf die Art des Anbaus und unterliegt den Vorgaben der ökologischen Landwirtschaft. Deshalb gilt für mich besonders dann, wenn die Schale mit ins Essen kommt: Bio-Zitrone kaufen. 🍋 Und trotzdem auch die Bio-Zitrone vor dem Verwenden ordentlich waschen.
Unbehandelt“ ist nicht dasselbe wie Bio.
Genau solche kleinen Unterschiede machen den Einkaufszettel irgendwann zum Einkaufswissen – und plötzlich schaut man im Supermarkt ganz anders auf die Lebensmittel. 🩷