Ofenkartoffeln- super easy!

Ofenkartoffeln- super easy!

Noch nicht bewertet
Noch nie gekocht

Unsere gestern gegarten Kartoffeln machen uns heute das Leben richtig leicht – und durch das Abkühlen ist sogar ein Teil der Stärke zu resistenter Stärke geworden, über die sich unsere Darmbakterien freuen. ❤️

Gesamtzeit
30 Min.
Vorbereitung
10 Min.
Ofenzeit
20 Min.
Fisch
Zutaten
4 Portionen

Die Quelle rechnet mit 4 Personen.

  • die bereits gegarten mehligkochenden Kartoffeln von gestern (ca. 1–2 große pro Person)
  • etwas Olivenöl oder Butter
  • Salz

Für den Kräuterquark

  • Quark
  • frische oder TK-Kräuter nach Geschmack
  • etwas Salz
  • 1 kleiner Schuss Olivenöl
  • bei Bedarf ein Schluck Milch oder Wasser

Topping nach Wahl

  • Räucherlachs oder Stremellachs
  • Eier für Rührei
  • Tofu
  • weiße Bohnen
  • Kidneybohnen
  • Kichererbsen
Zubereitung
  1. Kartoffeln warm machen 🥔
    Die bereits gegarten Kartoffeln von gestern aus dem Kühlschrank holen und den Backofen auf 200 °C Umluft vorheizen. Die Kartoffeln je nach Größe halbieren oder ganz lassen, mit etwas Olivenöl oder Butter einreiben und leicht salzen. Für etwa 15–20 Minuten in den Ofen geben, bis sie innen richtig heiß sind.
  2. Kräuterquark machen 🌿
    Während die Kartoffeln im Ofen sind, die frischen Kräuter sehr fein schneiden oder hacken. TK-Kräuter kannst du direkt verwenden. Den Quark in eine Schüssel geben, die Kräuter unterrühren und mit Salz abschmecken. Einen kleinen Schuss Olivenöl dazugeben – das schmeckt richtig lecker und macht den Quark noch cremiger. Ist dir der Quark zu fest, einfach einen kleinen Schluck Milch oder Wasser unterrühren.
  3. Wunschtopping vorbereiten 🍳
    Jetzt nimmst du einfach das, worauf ihr Lust habt oder was sowieso noch im Kühlschrank bzw. Vorrat wartet: Räucherlachs oder Stremellachs: Einfach aus der Packung nehmen und später zur heißen Kartoffel geben. Rührei: Eier mit einer Gabel verquirlen. Etwas Butter in einer Pfanne schmelzen, die Eier hineingeben und bei mittlerer Hitze langsam zusammenschieben, bis sie gestockt, aber noch schön saftig sind. Leicht salzen. Tofu: In kleine Würfel schneiden. Etwas Öl in einer Pfanne erhitzen und den Tofu rundherum anbraten, bis er schön Farbe bekommen hat. Mit Salz abschmecken. Weiße Bohnen, Kidneybohnen oder Kichererbsen: In ein Sieb geben, kurz abspülen und gut abtropfen lassen. Etwas Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und die Hülsenfrüchte darin anbraten, bis sie leicht Farbe bekommen. Mit Salz abschmecken.
  4. Aufschneiden, füllen, fertig ❤️
    Die heißen Kartoffeln aufschneiden und vorsichtig etwas auseinanderdrücken. Kräuterquark daraufgeben und mit eurem Wunschtopping ergänzen. Oder noch einfacher: Kartoffeln, Kräuterquark und Toppings auf den Tisch stellen und jeder baut sich seine Ofenkartoffel selbst zusammen.
Unsere Notizen
Ideen für den Kinderteller
Bei diesem Gericht würde ich gar nicht erst versuchen, für jeden die perfekte Kartoffel zusammenzubauen. Kartoffel, Kräuterquark und Toppings einfach getrennt auf den Tisch stellen. Dann darf jedes Kind selbst entscheiden, was auf seine Kartoffel kommt oder danebenliegen soll. Quark drauf? Ei daneben? Ein paar Bohnen probieren? Oder heute einfach Kartoffel mit Quark? Alles okay. ❤️
Tipps und Tricks
🥔 Gestern schon für heute gekocht: Bei den Powidltascherln haben wir einfach direkt mehr Kartoffeln in den Ofen gepackt. Heute müssen wir sie nur noch heiß und knusprig machen. Einmal Arbeit – zwei Mahlzeiten. 🌿 Kräuterquark selbst machen: Dafür braucht es wirklich kein Fertigprodukt. Quark + fein gehackte Kräuter + Salz + ein kleiner Schuss Olivenöl. Ist er zu fest, kommt ein Schluck Milch oder Wasser dazu. 🫘 Erst Kühlschrank und Vorrat anschauen: Du musst für dieses Gericht nicht fünf verschiedene Toppings kaufen. Noch ein halbes Glas Bohnen da? Perfekt. Zwei Eier übrig? Mach Rührei. Tofu offen? Ab in die Pfanne. Ofenkartoffeln sind perfekt für Resteverwertung. 🔥 Hülsenfrüchte anbraten: Bohnen und Kichererbsen schmecken richtig lecker, wenn sie in etwas Olivenöl leicht angeröstet werden. Außen etwas Farbe, innen weich – und dann auf den cremigen Kräuterquark. 🌱 Vegetarisch: Rührei, Tofu oder angebratene Hülsenfrüchte passen wunderbar. Der Lachs ist nur eine von vielen Möglichkeiten.
Was steckt drin
🥔 Kartoffeln: Liefern unter anderem Kalium und sättigende Stärke. Unsere Kartoffeln haben diese Woche aber noch einen ziemlich coolen Extra-Trick auf Lager: Wir haben sie gestern gegart und anschließend abkühlen lassen. Dabei verändert sich ein Teil ihrer Stärke und es entsteht sogenannte resistente Stärke.
Was ist resistente Stärke eigentlich?
Normale Stärke wird in unserem Dünndarm größtenteils in kleinere Zuckerbausteine zerlegt und aufgenommen. Resistente Stärke ist – wie ihr Name schon verrät – gegenüber unserer Verdauung teilweise „resistent“. Sie gelangt deshalb weiter bis in den Dickdarm. Und dort wird es spannend: Unsere Darmbakterien können resistente Stärke als Nahrung nutzen und fermentieren. Dabei entstehen kurzkettige Fettsäuren – unter anderem Butyrat (Buttersäure). Butyrat ist besonders interessant, weil es eine wichtige Energiequelle für die Zellen unserer Darmschleimhaut ist. Und nein: Wir müssen unsere Kartoffeln dafür heute nicht kalt essen. 😄 Ein Teil der beim Abkühlen entstandenen resistenten Stärke bleibt auch nach dem erneuten Erwärmen erhalten. Kartoffeln vorkochen und am nächsten Tag weiterverwenden ist also nicht nur unglaublich praktisch, sondern auch ernährungsphysiologisch ziemlich spannend. 🥛 Quark: Liefert hochwertiges Eiweiß und Calcium. Mit ein paar Kräutern, Salz und Olivenöl wird daraus in zwei Minuten unser eigener Kräuterquark. 🌿 Kräuter: Sind viel mehr als nur Dekoration. Sie bringen unterschiedliche sekundäre Pflanzenstoffe und gleichzeitig richtig viel Geschmack ins Essen. 🐟 Lachs: Liefert hochwertiges Eiweiß. Fettreicher Lachs bringt außerdem die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA mit.
🥚 Eier: Liefern hochwertiges Eiweiß sowie unter anderem Cholin, Vitamin B12 und Selen.
🫘 Bohnen & Kichererbsen: Bringen pflanzliches Eiweiß und jede Menge Ballaststoffe mit – und auch darüber freuen sich unsere Darmbakterien.
Quelle: Familienküchen-Club „So isst Deine Familie“
Erstmals 30.07.2026, zuletzt überarbeitet 21.08.2026
In Vorlagen: Fr 28.08.2026