Nudeln mit cremiger Brokkolisoße

Nudeln mit cremiger Brokkolisoße

Noch nicht bewertet
Noch nie gekocht
Gesamtzeit
25 Min.
Aktiv
25 Min.
Zutaten
4 Portionen

Die Quelle rechnet mit 4 Personen.

  • ca. 400 g Nudeln
  • 1 Brokkoli (am besten frisch, also nicht TK)
  • raffiniertes Öl zum Anbraten
  • etwas Mehl
  • ca. 40 g Parmesan
  • 150 ml Sahne (oder pflanzliche Alternative)

Gewürze

  • Salz/Pfeffer
Zubereitung
  1. Den Brokkoli schneidest du so wie du es im Video siehst – wirklich klein und direkt mit dem Messer runter. Das ist wirklich wichtig. Den Strunk schneidest du recht klein, damit er durch wird und vor allem schneidest du nur soviel vom Strunk, dass nichts „holziges“ dabei ist. So jetzt pass auf – dieser klein geschnittenen Brokkoli setzt jetzt ein Enzym frei, das nach wissenschaftlichem Stand heute, dabei hilft, schlechte Zellen zu verhindern und vielleicht sogar schon schlechte Zellen wieder abzubremsen. Das funktioniert aber eben nur in Verbindung mit Sauerstoff an der Schnittstelle – heißt: je mehr Schnittstellen und je mehr Sauerstoff, desto mehr Enzym. UND – das muss jetzt mind. 40 Min. liegen, damit sich eine gute Menge von dem Sulforaphan bilden kann. Mind. 40 Min. offen stehen lassen.
  2. Dann eine große Pfanne aufstellen, erhitzen und etwas vom Öl dazu geben. Zeitgleich einen Topf mit Salzwasser zum Kochen bringen für die Nudeln.
  3. Du startest mit den Strunkstücken, weil die am längsten brauchen und gibst diese in die Pfanne. Sehr gut für 3 Min. anbraten. Danach den restlichen Brokkoli dazu geben, richtig stark anbraten und dann dazu 150 ml Wasser geben – Deckel darauf und für 3 Min. dünsten.
  4. Nach den 3 Min. Deckel abnehmen und den Brokkoli so stark anbraten, dass das Wasser verfliegt.
  5. Das Nudelwasser sollte jetzt schon kochen und die Nudeln gibst du bitte rein.
  6. Ist der Brokkoli in der Pfanne „trocken“ stäubst du 2 EL Mehl darüber und brätst alles 1 Min. an.
  7. Jetzt brauchst du das kochende Nudelwasser – davon bitte 4 Schöpfkellen zum heißen und immer noch bratenden Brokkoli – einzeln reinkippen, dann schnell einrühren, damit es keine Klümpchen gibt. Wenn du kein Nudelwasser hast, nimmst du natürlich warmes gesalzenes Wasser. Aber Nudelwasser klappt besser :-)
  8. Die gekochten Nudeln durch ein Sieb abgießen und dann in die Pfanne zum Brokkoli geben. Außerdem die Sahne. Alles gut verrühren und Pfanne vom Herd nehmen. Parmesan reiben und ebenfalls noch unterrühren. Alles mit Salz/Pfeffer abschmecken und geniiiiiiiießen!
Unsere Notizen
Ideen für den Kinderteller
Du kannst für den Kinderteller auf jeden Fall den Brokkoli noch kleiner schneiden wie man oben sehen kann - je kleiner, desto mehr Suforaphan in dem Fall - und ich würde die Nudelportion für dein Kind NICHT zur Soße kippen und von der Soße was weg nehmen und extra in ein Schälchen geben und so servieren.
Tipps und Tricks
Was ist Sulforaphan eigentlich und in welchen Lebensmitteln kommt es vor?
Sulforaphan ist ein Inhaltsstoff, der in der Pflanzenfamilie der Kreuzblütler vorkommt und dem bereits seit der Antike eine heilsame Wirkung nachgesagt wird. Zu den Kreuzblütlern zählen Brokkoli und Blumenkohl sowie sämtliche weiteren Kohlsorten, aber auch Kresse, Kapuzinerkresse, Rucola, Rettich, Radieschen, Meerrettich, Kohlrübe mit Rübstiel, Raps und Senf. Inzwischen hat man die wirksamen Substanzen dieser Pflanzen isoliert: Es handelt sich um Senfölglykoside, von denen mehr als 150 verschiedene bekannt sind und die in unterschiedlichen Mengen in den verschiedenen Kreuzblütlern vorkommen. Diese machen den scharfen Geschmack von Rettich, Meerrettich und Senf oder den teilweise bitteren Geschmack verschiedener Kohlsorten aus. Eines der bekanntesten und am besten untersuchten Senfölglykoside ist das Glukoraphan, das in die aktive Substanz Sulforaphan gespalten wird.
Und was macht Sulforaphan jetzt?
Es arbeitet gegen die Entstehung von Krebszellen und/oder es wirkt begleitend dagegen. Tatsächlich wird hier gerade unglaublich emsig geforscht und es sieht sehr vielversprechend aus.
Reicht das Sulforaphan in diesen Lebensmitteln da oben?
Jein. Also für die tägliche Ernährung JA! Hätte man einen Tumor, nein. Aber hätte man einen Tumor, würde man Sulforaphan begleitend hochdosiert zur Chemotherapie bekommen und da gibts gerade auch sehr gute Studien mit guten Erfolgen.
Wie können wir Sulforaphan jetzt noch besser zu uns nehmen?
NICHT in Kapseln. Das sagen die Studien auch. Warum nicht? Weil die Studien nicht in die Kapsel schauen können und der Hersteller aber alles versprechen kann. Das heißt: Ja, die Kapseln könnten hochkonzentriertes Sulforaphan enthalten, was supergut wäre – oder nein, es kann auch super niedrig dosiert sein, was totale Verschwendung wäre. Was aber auf jeden Fall eine mega Quelle für Sulforaphan ist, sind frische und selbst gezüchtete Brokkolisamen auf der Fensterbank im Glas. Genau diese hab ich jetzt bestellt mit einem entsprechendem „Zucht Glas“ und ich werde schnell berichten, wie und ob das klappt mit der Zucht. Brokkolisamen würde man dann wie Kresse einfach so essen, oder aufs Brot/Quark....wie auch immer.
Wie sieht es mit TK Brokkoli aus?
Nicht gut. Also grundsätzlich ist TK Gemüse nach wie vor super - nur wenn es jetzt um Sulforaphan geht, funktioniert es ausschließlich mit frischem Brokkoli.
Kann man dieses Gericht gut aufwärmen und einfrieren?
Ja - aufwärmen immer wieder gerne - bis zu 2 Tage im Kühlschrank geht auf jeden Fall. Du musst dann nur etwas Wasser dazu geben, damit die Soße wieder sämiger wird. Auch einfrieren kannst du das ganze wunderbar!
Quelle: Familienküchen-Club „So isst Deine Familie“
Erstmals 25.02.2024