Knödel mit Bratensoße

Knödel mit Bratensoße

Noch nicht bewertet
Noch nie gekocht

Wenn du die Knödel selber machst ca. 60 Min. mit gekauften ca. 30 Min.

Gesamtzeit
30 Min.
Aktiv
30 Min.
vegetarischeinfrierbarvorkochbar
Zutaten
4 Portionen

Die Quelle rechnet mit 4 Personen.

  • Die Knödel selber zu machen benötigt natürlich etwas Zeit - alternativ kannst du die Knödelinos (Kartoffelknödel) im Kühlregal kaufen. Ich ab sie getestet und finde ich echt lecker und total ok. Du kannst gleich 2-3 Päckchen kaufen, am Mittwoch brauchen wir die wieder.

Knödel selber machen

  • 1 kg mehligkochende Kartoffeln (machst du die Knödelpfanne am Mittwoch auch, dann bitte gleich 1,5 kg mehligkochende Kartoffeln.)
  • 2 Eier
  • 100 g Mehl
  • 100 g Stärke (Kartoffelstärke, oder Maisstärke)

Für die Bratensoße

  • 4 rote (oder gelbe Zwiebeln)
  • 2 Karotten
  • 150 g Sellerieknolle
  • ca. 1 l Fleischfond (gibts im Glas oder alternativ Fleischbrühe (Pulver) oder Gemüsebrühe)
  • etwas Tomatenmark
  • Soßenbinder, oder ca. 20 g Stärke
  • ca. 20 g Butter
  • gerne ein Spritzer Sojasoße wenn du zur Hand hast
  • etwas geschmacksneutrales Öl, oder Butterschmalz zum Anbraten

Gewürze

  • Salz/Pfeffer
  • Lorbeerblatt
  • geräuchertes Paprikapulver
  • 1 Msp Muskatnuss
Zubereitung
  1. Wenn du die Knödel selber machen magst:Die Kartoffeln mit Schale kochen, bzw. so garen, wie du es sonst auch machst. Diese dann noch heiß schälen und entweder durch die Kartoffelpresse drücken oder aber einfach mit einem Stampfer zu Brei verarbeiten, oder nach dem Schälen grob reiben, dabei werden sie auch schön fein.
  2. Wenn die Kartoffeln nur noch handwarm sind, Mehl, Stärke und Eier einarbeiten. Den Teig mit Salz und geriebener Muskatnuss abschmecken.
  3. Der Teig sollte nur noch leicht klebrig sein. Wer sich wegen der Konsistenz unsicher ist, kann einen Probeknödel garen und bei Bedarf noch Stärke hinzugeben. Mit nassen Händen kleine Knödel aus dem Teig formen und in reichlich leicht siedendem Salzwasser in ca. 15 Minuten gar ziehen lassen. Steigen die Knödel nach oben, lässt man sie noch ca. 8 Minuten schwach weiter köcheln. Dann sind sie fertig!
  4. Machst du die Knödel nicht selber, muss du die aus dem Kühlregal nur im Salzwasser kochen.
  5. Für die Bratensoße (im Video hab ich das komplette Gemüse auf einmal angebraten - das war ein Test. Hat nicht so gut geklappt wie meine bisherige Variante, also bitte wie hier beschrieben verfahren)
  6. Du schälst die Zwiebel und schneidest sie in grobe Stücke. Jetzt benötigst du einen großen Topf und gibst dein Öl, oder Butterschmalz hinein (ca. 1 EL). Die Zwiebelstücke kommen dann ins heiße Öl in den Topf, wo du sie einige Minuten lang anröstest, dabei regelmäßig umrühren. Unser Ziel ist es, dass die Zwiebeln und später auch das Gemüse, recht braun werden, denn diese Röststellen machen den Geschmack von einer Soße - ansonsten schmeckt das später wie Suppe :-)) also keine Scheu vor Farbe! Eine bräunliche Farbe am Topfboden ist dabei ebenso erwünscht! Versuche, die bräunliche Kruste mit dem Kochlöffel immer wieder abzukratzen, damit sie nicht schwarz anbrennt. Nochmal:Diese Farbe ist entscheidend für den Geschmack der Bratensoße.
  7. In der Zwischenzeit schälst du die Sellerieknolle und schneidest sie in kleine Stücke. Die Karotte musst du nicht schälen und kannst sie auch in kleine Stücke schneiden. Da das Gemüse später sowieso püriert wird, musst du dich beim Schneiden nicht allzu sehr anstrengen, aber je feiner du es schneidest, desto schneller wird es gar.
  8. Füge dann den Sellerie, die Karotten und das Tomatenmark hinzu und brate alles weiter mit den Zwiebeln an.
  9. Das Tomatenmark sollte auch ausreichend angebraten werden, um den typischen Bratengeschmack zu erhalten. Wenn du zu früh Gemüsebrühe hinzufügst, schmeckt es eher wie Tomatensoße. Du kannst, wenn dir der Topfboden schwarz wird, bzw. kurz davor, auch einen Schuss Fond, bzw. Brühe rein kippen. Die Flüssigkeit köchelt das "Angebrannte" weg und du kannst dann weiter braten. Siehst du im Video ganz gut.
  10. Ist alles schön gebräunt ist, gib den Fond, bzw. die Brühe dazu. Lass die Flüssigkeit einkochen, bis es blubbert. Dies sollte im Video zu sehen sein. Währenddessen verdickt sich die Soße etwas und nimmt eine schöne dunkle Farbe an. Gib das Lorbeerblatt hinzu, decke den Topf ab und lass alles 20 Minuten köcheln.
  11. Nach 20 Min. ist die Soße fertig. Entweder du pürierst jetzt alles ganz fein und hast damit die Konsistzenz schon fertig. Oder du machst es wie ich und kippst die Soße durch ein feines Sieb, fängst die Flüßigkeit unten auf und drückst das Gemüse zusätzlich noch gut aus. Bei meiner Version ist dann das Gemüse nicht in der Soße sondern kommt in den Müll - ist aber natürlich dann die Soße wie sie auch im Restaurant gemacht wird.
  12. Wie gesagt, pürierst du die Soße mit Gemüse, brauchst du nicht andicken. Ich persönlich mag die Restaurant Version lieber - hierfür benötigst du 50 ml Wasser oder 50 ml Sahne. Du nimmst einen gut gehäuften Esslöffel Speisestärke und verrührst ihn mit der kalten Flüssigkeit. Die Mischung fügst du dann unter schnellem Rühren in die durchgedrückte flüssige Soße. Das lässt sie kurz aufkochen und nimmst den Topf vom Herd. Wenn du Soßenbinder verwendest, kannst du ihn direkt in die Soße geben, ohne ihn vorher anzurühren.
  13. Die Soße wird nun mit dem Stück Butter, Salz, Pfeffer, geräuchertem Paprikapulver abgeschmeckt. Für den ultimativen Geschmack gibst du noch etwas Sojasoße dazu, was überraschend gut passt und die Soße aufpeppt.Sobald die Soße lecker abgeschmeckt ist, kannst du sie mit den Knödeln servieren!! Guten Appetit!
Unsere Notizen
Ideen für den Kinderteller
Die Soße kommt in ein kleines Schälchen neben die Spätzle.
Tipps und Tricks
Worauf achten beim Kauf und Fertigprodukten und wie ist das eigentlich mit den Konservierungsstoffen? Beim Kauf von Fertigprodukten sollte man auf bestimmte Dinge achten. Ich selbst verwende auch gelegentlich Fertigprodukte. Das liegt nicht unbedingt daran, dass ich keine Zeit für die Zubereitung habe, da ich aufgrund meiner langjährigen Erfahrung beim Kochen sehr, seeeehr schnell bin. Manchmal wähle ich Fertigspätzle, oder diese Woche bei der Knödelpfanne die Knödel einfach, um zu zeigen, dass es in Ordnung ist, auf diese zurückzugreifen. Mir ist es besonders wichtig, den Fokus auf den normalen Familienalltag zu legen, da es vielen Familien eben zeitlich nicht möglich ist, jedes Produkt selbst zuzubereiten. Der Vorteil des Selbstkochens liegt nicht nur darin, alles selbst zuzubereiten, sondern auch darin, zu wissen, welche Zutaten benötigt werden. Zum Beispiel für Spätzle: Mehl, Wasser, Salz, Gewürze und möglicherweise Eier. Das war's. Drehe die Packung einfach um, lies auf der Zutatenliste und du wirst bestimmt ein passendes Produkt für dich und deine Familie finden. Selbstverständlich wirst du auch noch ein Konservierungsmittel auf der Packung finden, denn irgendwie müssen die Fertigprodukte ja haltbar gemacht werden. Welche Konservierungsmittel es gibt und was wir davon zu erwarten haben schauen wir uns jetzt genauer an
Welche Konservierungsstoffe gibt es?
Bei Konservierungsmitteln handelt es sich um sehr unterschiedliche chemische Substanzen. Das Gas Kohlendioxid ist beispielsweise ein Konservierungsmittel. Bei Natriumnitrat beziehungsweise Natriumnitrit, die häufig zum Konservieren von Fleischprodukten verwendet werden, handelt es sich um Salze. Lysozym, mit dem unter anderem Käse haltbar gemacht wird, ist ein Protein und Enzym. Sorbinsäure wiederum ist eine Fettsäure, die ebenfalls in der Natur vorkommt. Die Bandbreite an Konservierungsmitteln ist also groß. Welche Konservierungsstoffe eingesetzt werden, hängt vor allem vom jeweiligen Lebensmittel ab. So entfaltet Benzoesäure seine Wirkung oft in Kombination mit Sorbinsäure, unter anderem in Desserts, Light-Konfitüren, Limonade und Sauergemüse. Insgesamt sind in der Europäischen Union derzeit insgesamt mehr als 40 Konservierungsstoffe zugelassen. Jeder davon trägt eine eigene E-Nummer. Um die Bandbreite an gehemmten Bakterien- und Pilzarten zu erhöhen, werden einem Lebensmittel mitunter gleich mehrere Konservierungsstoffe zugesetzt.
Woran ist erkennbar, ob ein Lebensmittel Konservierungsstoffe enthält?
Konservierungsstoffe sind meist an einer 200er E-Nummer auf der Zutatenliste zu erkennen. Sorbinsäure ist beispielsweise E 200, Benzoesäure trägt die Nummer 210. Es gibt aber auch Konservierungsstoffe mit anderen Nummern. Nicht in jedem Fall muss auf der Verpackung angegeben sein, dass ein Lebensmittel Konservierungsstoffe enthält. Beispielsweise ist eine Angabe nicht erforderlich, wenn die Konservierungsstoffe über eine konservierte Zutat ins Lebensmittel kommen – etwa als konservierte Trockenfrüchte, die in einem Müsli stecken. Besonders oft werden diese Konservierungsstoffe und deren Abkömmlinge verwendet: Sorbinsäure (E 200): Sie wird als Konservierungsmittel künstlich hergestellt, kommt aber auch natürlicherweise vor, etwa in Beeren. Es handelt sich um eine Fettsäure, die vom Körper normal verstoffwechselt wird und daher als unbedenklich gilt. Benzoesäure und Benzoate (E 210-213): In der Natur ist Benzoesäure ein Pflanzenhormon, das für die Verwendung in der Lebensmittelindustrie nachgebaut wird. Den Verzehr geringer Mengen schätzen Fachleute als unproblematisch ein, manche Personen vertragen sie jedoch nicht gut. Schwefeloxid (E 220): Das Schwefeln von Lebensmitteln ist ein traditionelles Verfahren, das grundsätzlich als ungefährlich gilt. Allerdings sind allergische Reaktionen möglich. Nitrite und Nitrate (E249-252): Die Substanzen waren lange Zeit umstritten. Inzwischen gehen Fachleute davon aus, dass sie in der Menge, die als zugesetzte Konservierungsmittel über Lebensmittel aufgenommen wird, unbedenklich sind.
Ist auf den Zusatz „ohne Konservierungsstoffe“ Verlass?
Wenn ein Produkt ausdrücklich als „ohne Konservierungsstoffe“ deklariert wird, dürfen auch keine Konservierungsstoffe enthalten sein. Um dennoch die Haltbarkeit zu verlängern, sind mitunter andere Substanzen wie Citronensäure oder Branntweinessig zugesetzt. Sie gelten zwar nicht offiziell als Konservierungsmittel, sondern beispielsweise als Säuerungsmittel, können aber durch ihre Eigenschaften die Haltbarkeit ebenfalls verlängern. Lebensmittelhersteller greifen zudem vermehrt auf konservierende Verfahren oder Substanzen zurück, die sie nicht deklarieren müssen. Einige Hersteller werben zudem mit dem Hinweis „laut Gesetz“ ohne Konservierungsstoffe. Das kann für Verbraucher und Verbraucherinnen nach freiwilligem Verzicht der Produzenten klingen. Es bedeutet jedoch nur, dass Lebensmitteln mit diesem Hinweis ohnehin keine Konservierungsmittel zugesetzt werden dürfen. Das ist zum Beispiel bei vielen Getränken der Fall. Das so beworbene Produkt ist also nicht unbedingt besser als ein vergleichbares eines anderen Herstellers – da dieses ebenfalls keine Konservierungsmittel enthalten darf. Solche irreführenden Kennzeichnungen werden auch als „Clean Label“ („saubere Etiketten“) bezeichnet. Vorsicht bei Thiabendazol Eine Sonderstellung unter den konservierenden Substanzen nimmt das sogenannte Thiabendazol ein. Es wurde von der Liste der zugelassenen Zusatzstoffe gestrichen und als Pestizid deklariert. Dadurch trägt es nun keine E-Nummer mehr. Gleichwohl kommt es weiterhin zum Schutz von Südfrüchten wie Zitronen, Orangen und Bananen vor Schimmel zum Einsatz. Es wird Lebensmitteln also nicht zugesetzt, sondern äußerlich angewandt, weil die Schalen normalerweise entfernt werden. Zum Backen kommt jedoch mitunter geriebene Zitronen- oder Orangenschale zum Einsatz. Deswegen ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass entsprechend behandelte Früchte mit dem Zusatz „konserviert mit Thiabendazol“ versehen sein müssen. Die Schale ist dann nicht zum Verzehr geeignet. Extra Tipp für deine Soße: du kannst diese Soße hervorragend vorbereiten und ne halbe Woche im Kühlschrank aufheben, du kannst diese Soße aber auch ganz hervorragend einfrieren. Wenn du möchtest, kannst du sie sogar ein Eiswürfelbehälter einfrieren und so ganz besonders kleine und sehr genaue Portionen davon zur Verfügung haben
Quelle: Familienküchen-Club „So isst Deine Familie“
Erstmals 17.01.2025, zuletzt überarbeitet 19.01.2025
In Vorlagen: Mo 20.01.2025