Grüne Butter-Scherennudeln (Dinohappen, Olchinudeln, Hulk Fetzen...)

Grüne Butter-Scherennudeln (Dinohappen, Olchinudeln, Hulk Fetzen...)

Noch nicht bewertet
Noch nie gekocht

Spinat bringt Folat, Magnesium und Pflanzenstoffe direkt in unseren selbstgemachten Nudelteig – und aus wenigen einfachen Zutaten wird ein richtig grünes Familienessen.

Gesamtzeit
35 Min.
Vorbereitung
20 Min.
Kochzeit
15 Min.
vegetarischvorkochbarAlles mit Nudeln
Zutaten
4 Portionen

Die Quelle rechnet mit 4 Personen.

  • 200 g frischer Spinat
  • ca. 400 g Mehl + etwas mehr, je nach Mehltype
    Weizen oder Dinkel – die Mehltype ist hier nicht entscheidend
  • ca. 50 ml Wasser + bei Bedarf etwas mehr
  • ca. 40 g Butter
  • nach Wunsch etwas Parmesan
  • 1 TL Salz für den Teig
  • Salz für das Kochwasser
  • Pfeffer
  • Und ganz wichtig: eine Küchenschere:-)
Zubereitung
  1. Aus Spinat wird unser grüner Nudelsaft
    Wasche den Spinat gründlich und gib ihn noch etwas nass in einen Standmixer. Füge zunächst etwa 50 ml Wasser und 1 TL Salz hinzu und mixe alles so lange, bis du eine richtig feine, glatte, kräftig grüne Flüssigkeit hast. Es sollen möglichst keine größeren Spinatstückchen mehr zu sehen sein. Wenn dein Mixer Schwierigkeiten hat, gib schluckweise noch etwas Wasser dazu. Aber nicht gleich zu viel – Flüssigkeit können wir später immer noch ergänzen.
  2. Nudelteig kneten
    Gib das Mehl in eine große Schüssel und schütte die grüne Spinatflüssigkeit dazu. Rühre zunächst alles grob zusammen und dann wird geknetet. Ist der Teig zu klebrig, gib nach und nach noch etwas Mehl dazu. Ist er dagegen viel zu trocken und lässt sich gar nicht verbinden, helfen ein paar Tropfen Wasser. Knete so lange, bis du einen glatten, weichen Teig bekommst. Die perfekte Konsistenz lässt sich eigentlich ganz einfach beschreiben: wie weich geknetete Knete. 😄 Der Teig soll sich gut formen lassen, aber nicht ständig an deinen Händen kleben.
  3. Jetzt wird geschnippelt
    Bring in einem großen Topf gut gesalzenes Wasser zum Kochen. Teile deine Teigkugel in ungefähr 4 Stücke und wälze jedes davon noch einmal leicht in Mehl. Drücke das erste Stück etwas flach. Jetzt kommt unsere Küchenschere zum Einsatz: Halte das Teigstück über den Topf und schnipple kleine längliche Stückchen direkt ins heiße Wasser. Vorsicht mit dem heißen Wasserdampf! Wenn es dir so angenehmer ist, zieh den Topf während des Schnippelns kurz von der Herdplatte und stell ihn danach wieder zurück. Das Wasser soll anschließend nicht wild sprudelnd kochen, sondern nur leicht sieden.
  4. Nudeln garen
    Nach ein paar Minuten steigen die Scherennudeln an die Wasseroberfläche. Lass sie dann noch ungefähr 3 Minuten leicht weitergaren. Anschließend kannst du sie abgießen. Oder du machst es so wie ich und bereitest die Nudeln portionsweise zu: Eine Portion hineinschnippeln, fertig gegarte Nudeln mit einer Schaumkelle herausnehmen und dann mit dem nächsten Teigstück weitermachen. Das ist oft entspannter, als den ganzen Teig auf einmal über dem Topf zu verarbeiten.
  5. Butter dran – fertig!
    Gib die fertigen grünen Nudeln in eine große Pfanne und erwärme sie bei niedriger bis mittlerer Hitze. Die Butter dazugeben und alles vorsichtig schwenken, bis sie vollständig geschmolzen ist und sich um die Nudeln gelegt hat. Jetzt nur noch mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Wer mag, gibt frisch geriebenen Parmesan darüber. Fertig sind unsere grünen Butter-Scherennudeln. Guten Appetit!
Unsere Notizen
Ideen für den Kinderteller
Kinder schnippeln lassen: Genau dafür sind Scherennudeln genial. Größere Kinder können mit einer geeigneten Kinderschere selbst kleine Stücke vom Teig abschneiden – natürlich nicht direkt über dem heißen Topf. Die geschnittenen Nudeln sammelst du einfach auf einem Brett und gibst sie anschließend ins Wasser. Grün darf grün bleiben: Hier wird der Spinat zwar fein gemixt, aber wir müssen ihn nicht verstecken. Die Kinder dürfen ruhig wissen: Diese richtig knallgrünen Nudeln sind wegen des Spinats so grün. Formen müssen nicht perfekt sein: Dick, dünn, lang, kurz – völlig egal. Gerade das macht selbstgemachte Scherennudeln mit Kindern so entspannt. Parmesan selbst darüberreiben:Wer mag, darf sich am Tisch selbst Parmesan über die Nudeln geben. So kann jedes Kind entscheiden, wie käsig sein Teller werden soll.
Tipps und Tricks
💧 Wasser wirklich langsam zugeben: Spinat bringt selbst schon viel Flüssigkeit mit. Deshalb zunächst mit etwa 50 ml starten und nur dann mehr dazugeben, wenn dein Mixer es wirklich braucht. Zu viel Flüssigkeit bedeutet später nur: noch mehr Mehl. 👐 Der Teig entscheidet, nicht die Grammzahl: Je nach Mehlsorte und wie nass dein Spinat ist, kann die benötigte Mehlmenge etwas variieren. Orientiere dich deshalb am Ende an der Konsistenz: weich wie Knete, formbar und nicht klebrig. ✂️ Vorsicht mit dem Wasserdampf: Beim Schnippeln direkt über dem Topf kann sehr heißer Dampf an die Hände kommen. Zieh den Topf im Zweifel kurz von der heißen Platte, schnipple deine Nudeln hinein und stell ihn danach wieder zurück. 🍲 Nicht wild kochen lassen: Die Scherennudeln brauchen kein heftig sprudelndes Wasser. Leichtes Sieden reicht völlig und die Nudeln werden dabei weniger herumgewirbelt. 🥬 Spinat nicht ewig erhitzen: Sobald die Nudeln gar sind, sind sie fertig. Langes Weiterkochen bringt uns hier keinen Vorteil und die kräftig grüne Farbe bleibt bei kürzerer Garzeit schöner. 🌾 Glutenfrei: Hier funktioniert nicht jedes glutenfreie Mehl automatisch 1:1 wie Weizen- oder Dinkelmehl, weil uns das Gluten für die Elastizität des Teiges fehlt. Nimm deshalb am besten eine glutenfreie Universal-Mehlmischung, die für Nudelteig geeignet ist. Mit Alnavit Universal würde ich es hier zuerst probieren. Die Flüssigkeitsmenge musst du eventuell etwas anpassen. 🧈 Ganz schlicht lassen: Butter, Salz und vielleicht etwas Parmesan reichen bei diesen Nudeln wirklich aus. Wir haben Geschmack im Spinat, in der Butter und im Käse – dafür brauchen wir keine Fertigsoße. 🥡 Reste übrig? Die gekochten Scherennudeln kannst du am nächsten Tag wunderbar noch einmal in etwas Butter in der Pfanne anbraten. Dabei bekommen sie außen sogar ein paar richtig leckere knusprige Stellen.
„Spinat darf man nicht wieder aufwärmen!“ – stimmt das noch?
🥬 Diesen Satz haben wahrscheinlich einige von uns noch von Mama oder Oma im Ohr. Ganz falsch war der Gedanke früher nicht – heute müssen wir Spinat aber nicht wegwerfen, nur weil er schon einmal gekocht wurde. Spinat enthält von Natur aus relativ viel Nitrat. Wenn gekochter Spinat längere Zeit warm oder bei Raumtemperatur herumsteht, können Bakterien einen Teil dieses Nitrats in Nitrit umwandeln. Das Problem ist also nicht das erneute Aufwärmen, sondern vor allem eine ungünstige Lagerung davor. Reste deshalb möglichst schnell abkühlen lassen und anschließend direkt in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag ordentlich durcherhitzen und essen.
Bei Babys und sehr kleinen Kindern sind wir vorsichtiger, weil Nitrit für Säuglinge problematischer sein kann. Spinatbrei für Babys würde ich deshalb frisch zubereiten beziehungsweise bei Lagerung und Wiedererwärmung besonders streng auf die entsprechenden Empfehlungen achten. Für größere Kinder und Erwachsene gilt: Gut gekühlt gelagerter Spinat darf wieder aufgewärmt werden. Aus „Spinat niemals aufwärmen“ wird also besser: Spinat nicht stundenlang warm herumstehen lassen.
Was steckt drin
🥬 Spinat
Spinat liefert unter anderem Folat, Vitamin K, Magnesium und Beta-Carotin. Aus Beta-Carotin kann unser Körper Vitamin A herstellen, das beispielsweise für unsere Augen, Haut und das Immunsystem wichtig ist.
🥬 Spinat und Nitrat
Spinat gehört außerdem zu den natürlicherweise nitratreicheren Gemüsearten. Unser Körper kann daraus über mehrere Schritte Stickstoffmonoxid (NO) bilden – einen Botenstoff, der unter anderem an der Regulation unserer Blutgefäße beteiligt ist.
🌾 Mehl
Mehl liefert vor allem Stärke und damit Energie. Wie viele Ballaststoffe, Mineralstoffe und Vitamine darin stecken, hängt stark davon ab, wie viel vom ursprünglichen Korn noch enthalten ist – Vollkornmehl enthält davon deutlich mehr als helles Auszugsmehl.
🧈 Butter
Butter macht die Nudeln nicht nur wunderbar lecker, sondern Fett hilft unserem Körper auch dabei, die fettlöslichen Pflanzenstoffe aus dem Spinat aufzunehmen – beispielsweise die Carotinoide.
🧀 Parmesan
Parmesan liefert hochwertiges Eiweiß und besonders viel Calcium. Gleichzeitig bringt bereits eine kleine Menge ordentlich Geschmack mit – deshalb brauchen unsere Nudeln gar keine komplizierte Soße.
Quelle: Familienküchen-Club „So isst Deine Familie“
Erstmals 28.08.2024, zuletzt überarbeitet 13.09.2026, 2 ältere Fassung(en) vorhanden