Erdbeer-Knödel mit Kompott und easy Dattel-Vanillesoße

Erdbeer-Knödel mit Kompott und easy Dattel-Vanillesoße

Noch nicht bewertet
Noch nie gekocht
Gesamtzeit
45 Min.
Aktiv
35 Min.
vegetarischeinfrierbarvorkochbarKlassiker und Hausmannskost
Zutaten
4 Portionen

Die Quelle rechnet mit 4 Personen.

  • 600 g mehligkochede Kartoffeln (oder vorwiegend festkochend)
  • ca. 100 g Speisestärke
  • 50 g Grieß
  • ca. 300 g Erdbeeren
  • ca. 400 g Rhabarber (optional weglassen)optional
  • ca. 100 g getrocknete Datteln, ohne Kern
  • 1 Päckchen Vanillepudding zum selber kochen
  • 800 ml Milch (gerne auch pflanzliche)
  • ca. 100 g Paniermehl
  • 20 g Butter
  • Zucker, oder Alternative nach Geschmack und optional

Gewürze

  • Zimt
Zubereitung
  1. Für die Knödel: Die Kartoffeln werden mit Schale gekocht, oder anderweitig gegart – wie du möchtest, aber MIT Schale. Du kannst sie auch schon ein paar Stunden vorher kochen, oder einen Tag vorher, das ist egal.
  2. Die gegarten Kartoffeln werden dann geschält und entweder gestampft, oder gerieben, oder durch die Kartoffelpresse gedrückt. Wie du magst. In die durchgedrückten Kartoffeln kommt dann die Speisestärke und der Grieß. Alles erstmal gut verrühren, dann verkneten, bis ein gut formbarer Teig entsteht. Das „Schlimmste“ ist gemacht. Gerne jetzt etwas stehen lassen. Von den Erdbeeren entfernst du noch schnell das Grün.
  3. Für das Kompott: Den Rhabarber kannst du ungeschält in Stücke schneiden. Diese Stücke kommen in einen Topf, ohne Deckel und werden mit ca. 50 ml Wasser erstmal etwas geköchelt, bis sie weich werden.
  4. Die Knödel: Vom Kartoffelteig nimmst du jetzt einzelne Stücke und je nachdem wie groß deine Erdbeeren sind, brauchst du entsprechend Teig um sie zu umhüllen. Probier es einfach aus. Auf jeden Fall kommt jeweils eine Erdbeere (ohne grün) auf ein flach gedrücktes Teigstück und wird dann darin eingehüllt. Von der Erdbeere soll man nichts mehr sehen, die Kugel soll vollständig geschlossen sein. Schau dir einfach das Video an, da siehst du es super. Sind alle Erdbeeren eingehüllt, schneidest du die restlichen Erdbeeren etwas klein und gibst sie zum Rhabarber. Ist dieser weich, kannst du dieses Kompott dann mit einem Süßungsmittel deiner Wahl so süß machen, wie ihr es braucht/schätzt und beiseite stellen.
  5. Einen großen Topf mit Wasser bereitstellen und erhitzen, bis das Wasser simmert – das heißt NICHT kocht, sondern sich nur ganz leicht bewegt – also kurz vorm kochen ist. Da kommen dann die Knödel hinein und bleiben, bis sie nach oben schwimmen. Achtung, die Knödel können auch leicht am Boden „festkleben“ und deshalb nicht hochkommen – einfach mal mit dem Löffel prüfen, ob sie unten festhängen. Es dauert aber ca. 10 Min. bis sie oben schwimmen.
  6. Für die Soße: Die Milch in einen Topf kippen, das Puddingpulver in eine Tasse. Von der noch nicht warmen Milch nimmst du was weg und rührst damit das Puddingpulver flüssig an. Diese Flüssigkeit kommt wiederum in den Topf und jetzt wird alles einmal aufgekocht – Achtung: Anbrenngefahr! Immer schön rühren. Ist das alles etwas angedickt, wird diese Soße nun mit den Datteln fein püriert/gemixt. Fertig.
  7. In der Zwischenzeit die Butter in einer Pfanne schmelzen, dann die Brösel dazu geben, alles verrühren, Zimt (und Zucker, oder wieder dein Süßungsmittel deiner Wahl) dazu. Hitze wieder reduzieren, damit nichts anbrennt. Die fertigen Knödel. Die dann eben im Topf oben schwimmen abschöpfen und noch nass/feucht (2 Sek. abtropfen lassen) und dann direkt in den Bröseln wälzen. Anrichten mit dem Kompott und der Soße – schon fertig! Tipp: Ist dir das Rhabarberkompott zu flüssig, kannst du es andicken, indem du etwas Flüssigkeit aus dem Topf holst (ca. 50 ml) diese kurz abkühlen lässt, darin dann 1 TL Stärke rührst, diese Stärkeflüssikeit wiederum zum Kompott zurück – alles unter rühren kurz aufkochen – schon ist es dicker!
Unsere Notizen
Ideen für den Kinderteller
Im Zweifel kannst du auch Knödel machen, ohne Frucht darin und das Obst einfach daneben auf den Teller legen.
Tipps und Tricks
Lieber ohne Erdbeeren?
Du kannst jedes „weiche“ Obst nehmen, dass ihr gerne möget. Mit „weich“ meine ich jetzt z. B. alle Beeren, sowie Pflaumen, oder Pfirsiche etc. ein Apfelstück z.b. würde ich nicht nehmen. Achtung - zum Thema Bio Erdbeeren und überhaupt Bio gibts einen Artikel auf der Startseite diese Woche!
Datteln - wirklich so gesund?
Datteln sind zunehmend beliebt – als Süßigkeit und als Zuckeralternative. Datteln werden in ihren Herkunftsländern ab Oktober geerntet, sodass sie in der Weihnachtszeit besonders frisch sind. Sie sind aber das ganze Jahr verfügbar und werden dabei mit der Zeit einfach nur etwas trockener, aber nicht weniger lecker. Denn die Früchte konservieren sich durch ihren hohen Zuckergehalt quasi selbst, sie sollten aber gut vor Schädlingen geschützt werden. In Deutschland kommen die meisten Datteln aus Tunesien, 2015 kamen insgesamt 16.300 Tonnen davon nach Deutschland – Tendenz jährlich stark steigend. Datteln sind bis heute eine nicht nur schmackhafte, sondern auch kalorienreiche Verpflegung für alle, die unterwegs sind – traditionell die Beduinen der Anbauländer. Auch bei uns sind sie inzwischen oft als Snack, Zwischenmahlzeit oder Wegzehrung im Proviant, weil sie gut zu transportieren sind und schnell Energie liefern - aber Vorsicht - du hast es wahrscheinlich eh schon herausgelesen - sie diente traditionell dazu, den Menschen Energie zu liefern, weil sie supereinfach konserviert werden konnte - aufgrund ihres extrem hohen Zuckergehalts. Die Hälfte der Dattel bestehen nur aus. Zucker. Datteln sind grundsätzlich fettfrei und damit cholesterinfrei, haben viele gesunde Ballaststoffe und viele Kohlenhydrate, von denen ungefähr 15 Prozent aus Stärke bestehen, der Rest ist eben Zucker. Durch die Ballaststoffe und den Stärkeanteil lassen die Früchte jedoch den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als konventionelle Süßigkeiten, weswegen sich ein nachhaltiger Sättigungseffekt einstellt (Aber auch hier - wer ständig solche Trockenfrüchte verputzt, hat nichts von einem nachhaltigen Sättigungsgefühl.
Datteln als gesunder Zuckerersatz?
Zucker ist grundsätzlich weder gesund noch für unseren Körper essenziell, denn er kann aus Stärkeprodukten selbst Zucker herstellen. Zucker wird daher seit einiger Zeit kritisch betrachtet, sodass es immer mehr Zuckeralternativen gibt, die gesünder sein sollen. Denn wie gesagt, die Kalorien sind nicht wenig, der Gehalt an Zucker die Hälfte und die Zähne werden von Fruchtzucker nicht weniger kaputt gemacht, als von Glukose (weißer Zucker besteht halb aus Fruchtzucker, halb aus Glucose) – und ist im übrigen auch ein Naturprodukt - denn weißer Zucker kommt von der Zuckerrübe :-) er ist nicht aus dem Universum gefallen und auch nicht im Chemielabor entstanden. Lediglich die Verarbeitung macht ihn weiß und wo wir gleich beim Thema sind – nein, der braune Zucker ist genauso gut, oder schlecht wie der weiße Zucker. Aus Datteln wird Dattelsüße und Dattelsirup gewonnen, mit denen weißer Zucker ersetzt werden soll. Dattelsirup wird aus frischen Datteln hergestellt, die zunächst mit Wasser lange eingekocht und dann filtriert werden. Zurück bleibt ein sehr dunkler Sirup, der auch honigartige Konsistenz erreichen kann. Nährstoffe enthält der Sirup aufgrund des Einkochens und Filterns keine mehr. Bei Dattelsüße handelt es sich um getrocknete und fein vermahlene Datteln. Sie enthält daher auch noch Ballaststoffe. Sie lässt den Blutzuckerspiegel schonender steigen. Grundsätzlich handelt es sich auch bei diesen Zuckeralternativen chemisch gesehen um Zucker. Der „Gesundeffekt“ durch die in geringen Mengen enthaltenen Mineralstoffe ist sehr klein. Gesünder, als nun Zucker eins zu eins durch Dattelprodukte zu ersetzen, ist es daher, den Konsum von Süßkram jeder Art zu reduzieren. Und was ich viel wichtiger finde - Babys würde ich niemals an den Geschmack von Datteln gewöhnen. Das heißt nicht, dass ein Beikost-Anfänger keine Datteln essen soll, oder wie oben, eine solche Soße nicht essen darf - natürlich gibt es besondere Ausnahmen. Ich finde es sehr aber sehr schwierig, wenn ich diese ganzen „gesunden“ Backwaren für Babys sehen, welche alle mit süßen Datteln gesüßt werden und gefühlt als normales, alltägliches Beikost-Essen/Snack angeboten werden soll. Das Baby/Kleinstkind gewöhnt sich von klein auf an einen süßen Geschmack, den es so ja gar nicht kennt (und nein, Muttermilch ist nicht so süß wie ein Gebäck das mit Datteln gesüßt wurde) Datteln sind anfällig für Schädlinge. Um Schädlingsbefall zu vermeiden, kommen mehrere Methoden in Frage. Im konventionellen Anbau werden die Früchte in ihrem Ursprungsland oft mit Brommethan begast, einem Gas, das nicht nur für Schädlinge giftig ist, sondern auch die Ozonschicht zerstört und für uns Menschen giftig ist. In Deutschland ist das seit 2006 zwar verboten, in den Herkunftsländern der Datteln jedoch nicht. Etwas besser sind Bio-Datteln: Diese werden mit Kohlendioxid begast, um Schädlinge zu bekämpfen. Dabei handelt es sich um ein klimaschädliches Gas, jedoch wird damit zumindest die Ozonschicht nicht zerstört. Im Bio-Anbau sind zudem synthetische Dünger und Pestizide verboten - entsprechend sind ausschließlich Bio Datteln zu empfehlen. Beide Methoden der Schädlingsbekämpfung sind also ökologisch bedenklich, was dafür spricht, Datteln nur in Maßen zu konsumieren.
Speisestärke - was ist das eigentlich? Ist das nicht ungesund?
Maisstärke z.b. ist ein weißes Pulver, das häufig auch unter dem Namen Speisestärke verkauft wird. Wie der Name schon sagt, lässt sich Maisstärke aus Maiskolben gewinnen. Dazu kommt der Mais zuerst für mehrere Tage in eine Kochsalzlösung. Anschließend wird er fein gemahlen und das Maismehl durch ein Seidengewebe passiert. So lassen sich die Kleie und sonstige Mehlbestandteile ausfiltern. Stärke ist nicht wasserlöslich, sodass sie sich nach einiger Zeit am Boden der verbleibenden Stärke-Wasser-Mischung absetzt. Das überschüssige Wasser wird dann abgeschüttet und die Stärke getrocknet. Maisstärke ist nur eine von vielen Stärkeformen. Stärkepulver kann aus allen Pflanzen mit hohem Stärkeanteil gewonnen werden. Neben der Maisstärke sind Kartoffel-, Weizen- und Reisstärke weit verbreitet. Bei allen handelt es sich um geschmackloses weißes Pulver, das ähnlich verwendbar ist. Stärke ist an sich also überhaupt nichts Schlechtes. Das perfekte Gericht zum Vorbereiten und Aufwärmen: Du kannst die Kartoffeln vorkochen – den Teig allerdings bitte nicht vorher machen, da dieser dann wieder weich wird mit der Zeit. Die fertigen Knödel kann man aufwärmen, aber auch ganz toll einfach mitnehmen und kalt essen.
Lässt sich diese Köstlichkeit gut einfrieren?
Oh ja! Mega gut sogar! Hierfür einfach einzelne Knödel einfrieren und dann aber direkt im gefrorenen Zustand wieder ins Wasser geben und nochmal heiß werden lassen – die Brösel müssen natürlich danach darauf.
Quelle: Familienküchen-Club „So isst Deine Familie“
Erstmals 09.06.2024