Antippen, was bereitsteht.
Tipps
Arsen im Reis?
Reispflanzen reichern Schwermetalle aus Böden an
Schwermetalle wie Kadmium und das Halbmetall Arsen sind natürliche Bestandteile von Böden. Die Reispflanzen nehmen die Substanzen über die Wurzeln auf und reichern sie im Korn an. Anorganisches Arsen gilt als krebserregend, zu viel Kadmium kann nierenschädlich wirken. Hierbei spielt es übrigens keine Rolle ob der Reis aus einem biologischen Anbau, oder nicht ist, denn das Arsen ist sowieso einfach im Boden enthalten. Die Problematik hat hier nichts mit einem Pestizid, oder ähnlichen zu tun, es geht hier rein um ein natürliches Vorkommen im Boden.
Arsen-Gehalte hängen von Anbau und Reissorte ab
Die Arsen-Gehalte im Reis schwanken – je nach Boden und Wasser der Anbauregion. Außerdem sind sie abhängig von der Anbaumethode, der Reissorte und der Verarbeitung. Brauner Reis, auch Naturreis genannt, weist höhere Arsen-Gehalte auf als weißer Reis, bei dem die Randschichten weitgehend entfernt sind. Bei Basmati ist dagegen Arsen kein großes Problem, das zeigen Studien und Untersuchungen immer wieder auf.
Deshalb empfehle ich auch in all unseren Gerichten immer Basmatireis, ganz egal welchen Reis man eigentlich für das Gericht klassischerweise verwenden würde. Denn selbstverständlich würde man für einen Risottogericht einen Risotto Reis verwenden, für ein Milchreisgericht einen Milchreis, und für Sushi selbstverständlich ein Sushi Reis. Aber aufgrund dieser Arsenproblematik, verwenden wir im Familienküchenclub, immer Basmatireis. Was du selbstverständlich persönlich mit dieser Information machst, kannst du vollkommen selbst entscheiden, das heißt du kannst selbstverständlich auch jeden anderen Reis nehmen, das ist eine einfache Information von mir. Außerdem bin ich immer ganz klar gegen Reiskocher, genau aus diesen Gründen. Denn im Reiskocher wird der Reis ja in seinem eigenen Saft gegart, genauso lange, bis das Wasser komplett in den Reis eingezogen ist, also genau das Gegenteil, von dem, was dir das Rezept im Folgenden empfehlen wird. Zudem würde ich davon ausgehen, dass Menschen, die einen Reiskocher besitzen, diesen haben, weil sie sehr gerne Reis essen. Im Hinblick auf die Häufigkeit, wie oft dann eben Reis gegessen wird, würde ich dann noch weniger einen Reiskocher verwenden.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) kann nicht ausschließen, dass durch mit Arsen belastetem Reis das Krebsrisiko erhöht wird. Es empfiehlt daher, Reis möglichst direkt vor dem Verzehr in reichlich Wasser zu waschen. Also nicht die „Quellmethode“ zu verwenden. Dadurch löst sich ein Teil des Arsens und kann dann mit dem Kochwasser abgegossen werden. Wenn möglich sollte Reis in reichlich Wasser garen und überschüssiges Kochwasser am Ende abgegossen werden.
Außerdem weiß der Verbraucherschutz auch immer wieder darauf hin, keine Produkte zu verzehren, die sehr viel Reis enthalten, da man diese Produkte wahrscheinlich nicht so zubereitet hat, wie es das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt. Als Beispiele hierfür dienen Reiswaffeln, oder Reispudding, oder Reismilch, oder Reismehl. Insbesondere, wer glutenfrei lebt, sollte darauf achten, nicht ausschließlich Reismehl Produkte zu verwenden. Bei glutenfreier Ernährung werden sehr oft Vollkornprodukte beworben, die dann natürlich aus Vollkornreis hergestellt werden, hier würde ich auch besonders darauf achten, nicht zu viel davon zu essen, denn selbstverständlich enthält Vollkornreis, eine hohe Arsenbelastung, im Gegensatz zu geschälten Preis.
Im Folgenden zeige ich dir eine offizielle Methode, wie man Reis so kochen kann, dass er die geringste Belastung von Arsen aufweist.
1. Reis mit Wasser abspülen
Arsen ist wasserlöslich. Daher sollten Sie den Reis, bevor Sie ihn kochen, gründlich unter Wasser abspülen. So können Sie den Arsen-Gehalt bereits vermindern.
2. Reis mit mind. sechsfacher Menge Wasser kochen
Gib den Reis in die sechsfache Menge Wasser in den Kochtopf. Lass ihn aufkochen und bei geringer Hitze garen. Danach das Wasser abgießen und so mit dem Wasser auch Arsen ausspülen und wegschütten.
Mit dieser Methode können wir die Arsenbelastung um 45 Prozent reduzieren.
Mein persönlicher Tipp: wenn wir Reis essen, wasche ich ihn gründlich in einer Schüssel mit kaltem Wasser, und dann koche ich diesen Reis in einer großen Menge Wasser genauso wie Nudeln. Danach schütte ich das Kochwasser mit dem Reis durch ein Sieb – der Reis bleibt übrig und fertig. Und manchmal haben mir dann schon Followerinnen geschrieben, dass der Reis dann aber nicht die ihnen bekannte Konsistenz hat. Das kann gut sein, das kann ich nicht beurteilen, da ich meinen Reis schon so lange nach dieser Methode gare. Für mich persönlich ist die Konsistenz so total in Ordnung und mir persönlich ist es wichtiger eben dieser Arsenbelastung zu entgehen, als auf die Konsistenz des Reises zu achten. Zumal ich auch hier noch mal hinzufügen möchte, dass Reis, also einfacher weißer Reis keine besonderen gesundheitlichen positiven Nährstoffe zu bieten hat. Einzig und allein Vollkornreis wäre hier nährstofftechnisch betrachtet ein Vorteil, welchen wir ja aber eben nicht essen sollen, da er die höchste Belastung an Asien aufweist. Fazit: wer gerne Reis isst, kann das auf jeden Fall machen, Reis ist in diesem Fall ein neutrales Lebensmittel, also weder gesundheitlich besonders von Vorteil, aber auch nicht vom gesundheitlichen Nachteil, wenn er richtig zubereitet wird.
Lässt sich diese Köstlichkeit gut einfrieren?
Nein, das würde ich nicht machen.