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Worauf achten beim Kauf und Fertigprodukten und wie ist das eigentlich mit den Konservierungsstoffen?
Beim Kauf von Fertigprodukten sollte man auf bestimmte Dinge achten. Ich selbst verwende auch gelegentlich Fertigspätzle. Das liegt nicht unbedingt daran, dass ich keine Zeit für die Zubereitung habe, da ich aufgrund meiner langjährigen Erfahrung beim Kochen sehr, seeeehr schnell bin. Manchmal wähle ich Fertigspätzle einfach, um zu zeigen, dass es in Ordnung ist, auf diese zurückzugreifen. Mir ist es besonders wichtig, den Fokus auf den normalen Familienalltag zu legen, da es vielen Familien eben zeitlich nicht möglich ist, jedes Produkt selbst zuzubereiten.
Der Vorteil des Selbstkochens liegt nicht nur darin, alles selbst zuzubereiten, sondern auch darin, zu wissen, welche Zutaten benötigt werden. Zum Beispiel für Spätzle: Mehl, Wasser, Salz, Gewürze und möglicherweise Eier. Das war's. Drehe die Packung einfach um, lies auf der Zutatenliste und du wirst bestimmt ein passendes Produkt für dich und deine Familie finden. Selbstverständlich wirst du auch noch ein Konservierungsmittel auf der Packung finden, denn irgendwie müssen die Fertigprodukte ja haltbar gemacht werden. Welche Konservierungsmittel es gibt und was wir davon zu erwarten haben schauen wir uns jetzt genauer an
Welche Konservierungsstoffe gibt es?
Bei Konservierungsmitteln handelt es sich um sehr unterschiedliche chemische Substanzen. Das Gas Kohlendioxid ist beispielsweise ein Konservierungsmittel. Bei Natriumnitrat beziehungsweise Natriumnitrit, die häufig zum Konservieren von Fleischprodukten verwendet werden, handelt es sich um Salze. Lysozym, mit dem unter anderem Käse haltbar gemacht wird, ist ein Protein und Enzym. Sorbinsäure wiederum ist eine Fettsäure, die ebenfalls in der Natur vorkommt. Die Bandbreite an Konservierungsmitteln ist also groß. Welche Konservierungsstoffe eingesetzt werden, hängt vor allem vom jeweiligen Lebensmittel ab. So entfaltet Benzoesäure seine Wirkung oft in Kombination mit Sorbinsäure, unter anderem in Desserts, Light-Konfitüren, Limonade und Sauergemüse.
Insgesamt sind in der Europäischen Union derzeit insgesamt mehr als 40 Konservierungsstoffe zugelassen. Jeder davon trägt eine eigene E-Nummer. Um die Bandbreite an gehemmten Bakterien- und Pilzarten zu erhöhen, werden einem Lebensmittel mitunter gleich mehrere Konservierungsstoffe zugesetzt.
Woran ist erkennbar, ob ein Lebensmittel Konservierungsstoffe enthält?
Konservierungsstoffe sind meist an einer 200er E-Nummer auf der Zutatenliste zu erkennen. Sorbinsäure ist beispielsweise E 200, Benzoesäure trägt die Nummer 210. Es gibt aber auch Konservierungsstoffe mit anderen Nummern. Nicht in jedem Fall muss auf der Verpackung angegeben sein, dass ein Lebensmittel Konservierungsstoffe enthält. Beispielsweise ist eine Angabe nicht erforderlich, wenn die Konservierungsstoffe über eine konservierte Zutat ins Lebensmittel kommen – etwa als konservierte Trockenfrüchte, die in einem Müsli stecken.
Besonders oft werden diese Konservierungsstoffe und deren Abkömmlinge verwendet:
Sorbinsäure (E 200): Sie wird als Konservierungsmittel künstlich hergestellt, kommt aber auch natürlicherweise vor, etwa in Beeren. Es handelt sich um eine Fettsäure, die vom Körper normal verstoffwechselt wird und daher als unbedenklich gilt.
Benzoesäure und Benzoate (E 210-213): In der Natur ist Benzoesäure ein Pflanzenhormon, das für die Verwendung in der Lebensmittelindustrie nachgebaut wird. Den Verzehr geringer Mengen schätzen Fachleute als unproblematisch ein, manche Personen vertragen sie jedoch nicht gut.
Schwefeloxid (E 220): Das Schwefeln von Lebensmitteln ist ein traditionelles Verfahren, das grundsätzlich als ungefährlich gilt. Allerdings sind allergische Reaktionen möglich.
Nitrite und Nitrate (E249-252): Die Substanzen waren lange Zeit umstritten. Inzwischen gehen Fachleute davon aus, dass sie in der Menge, die als zugesetzte Konservierungsmittel über Lebensmittel aufgenommen wird, unbedenklich sind.
Ist auf den Zusatz „ohne Konservierungsstoffe“ Verlass?
Wenn ein Produkt ausdrücklich als „ohne Konservierungsstoffe“ deklariert wird, dürfen auch keine Konservierungsstoffe enthalten sein. Um dennoch die Haltbarkeit zu verlängern, sind mitunter andere Substanzen wie Citronensäure oder Branntweinessig zugesetzt. Sie gelten zwar nicht offiziell als Konservierungsmittel, sondern beispielsweise als Säuerungsmittel, können aber durch ihre Eigenschaften die Haltbarkeit ebenfalls verlängern. Lebensmittelhersteller greifen zudem vermehrt auf konservierende Verfahren oder Substanzen zurück, die sie nicht deklarieren müssen.
Einige Hersteller werben zudem mit dem Hinweis „laut Gesetz“ ohne Konservierungsstoffe. Das kann für Verbraucher und Verbraucherinnen nach freiwilligem Verzicht der Produzenten klingen. Es bedeutet jedoch nur, dass Lebensmitteln mit diesem Hinweis ohnehin keine Konservierungsmittel zugesetzt werden dürfen. Das ist zum Beispiel bei vielen Getränken der Fall. Das so beworbene Produkt ist also nicht unbedingt besser als ein vergleichbares eines anderen Herstellers – da dieses ebenfalls keine Konservierungsmittel enthalten darf. Solche irreführenden Kennzeichnungen werden auch als „Clean Label“ („saubere Etiketten“) bezeichnet.
Vorsicht bei Thiabendazol
Eine Sonderstellung unter den konservierenden Substanzen nimmt das sogenannte Thiabendazol ein. Es wurde von der Liste der zugelassenen Zusatzstoffe gestrichen und als Pestizid deklariert. Dadurch trägt es nun keine E-Nummer mehr. Gleichwohl kommt es weiterhin zum Schutz von Südfrüchten wie Zitronen, Orangen und Bananen vor Schimmel zum Einsatz. Es wird Lebensmitteln also nicht zugesetzt, sondern äußerlich angewandt, weil die Schalen normalerweise entfernt werden. Zum Backen kommt jedoch mitunter geriebene Zitronen- oder Orangenschale zum Einsatz. Deswegen ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass entsprechend behandelte Früchte mit dem Zusatz „konserviert mit Thiabendazol“ versehen sein müssen. Die Schale ist dann nicht zum Verzehr geeignet.
Extra Tipp für deine Soße: du kannst diese Soße hervorragend vorbereiten und eine Woche im Kühlschrank aufheben, du kannst diese Soße aber auch ganz hervorragend einfrieren. Wenn du möchtest, kannst du sie sogar ein Eiswürfelbehälter einfrieren und so ganz besonders kleine und sehr genaue Portionen davon zur Verfügung haben