Antippen, was bereitsteht.
Kinderteller
Kinder schnippeln lassen: Genau dafür sind Scherennudeln genial. Größere Kinder können mit einer geeigneten Kinderschere selbst kleine Stücke vom Teig abschneiden – natürlich nicht direkt über dem heißen Topf. Die geschnittenen Nudeln sammelst du einfach auf einem Brett und gibst sie anschließend ins Wasser.
Grün darf grün bleiben: Hier wird der Spinat zwar fein gemixt, aber wir müssen ihn nicht verstecken. Die Kinder dürfen ruhig wissen: Diese richtig knallgrünen Nudeln sind wegen des Spinats so grün.
Formen müssen nicht perfekt sein: Dick, dünn, lang, kurz – völlig egal. Gerade das macht selbstgemachte Scherennudeln mit Kindern so entspannt.
Parmesan selbst darüberreiben:Wer mag, darf sich am Tisch selbst Parmesan über die Nudeln geben. So kann jedes Kind entscheiden, wie käsig sein Teller werden soll.
Tipps
💧 Wasser wirklich langsam zugeben: Spinat bringt selbst schon viel Flüssigkeit mit. Deshalb zunächst mit etwa 50 ml starten und nur dann mehr dazugeben, wenn dein Mixer es wirklich braucht. Zu viel Flüssigkeit bedeutet später nur: noch mehr Mehl.
👐 Der Teig entscheidet, nicht die Grammzahl: Je nach Mehlsorte und wie nass dein Spinat ist, kann die benötigte Mehlmenge etwas variieren. Orientiere dich deshalb am Ende an der Konsistenz: weich wie Knete, formbar und nicht klebrig.
✂️ Vorsicht mit dem Wasserdampf: Beim Schnippeln direkt über dem Topf kann sehr heißer Dampf an die Hände kommen. Zieh den Topf im Zweifel kurz von der heißen Platte, schnipple deine Nudeln hinein und stell ihn danach wieder zurück.
🍲 Nicht wild kochen lassen: Die Scherennudeln brauchen kein heftig sprudelndes Wasser. Leichtes Sieden reicht völlig und die Nudeln werden dabei weniger herumgewirbelt.
🥬 Spinat nicht ewig erhitzen: Sobald die Nudeln gar sind, sind sie fertig. Langes Weiterkochen bringt uns hier keinen Vorteil und die kräftig grüne Farbe bleibt bei kürzerer Garzeit schöner.
🌾 Glutenfrei: Hier funktioniert nicht jedes glutenfreie Mehl automatisch 1:1 wie Weizen- oder Dinkelmehl, weil uns das Gluten für die Elastizität des Teiges fehlt. Nimm deshalb am besten eine glutenfreie Universal-Mehlmischung, die für Nudelteig geeignet ist. Mit Alnavit Universal würde ich es hier zuerst probieren. Die Flüssigkeitsmenge musst du eventuell etwas anpassen.
🧈 Ganz schlicht lassen: Butter, Salz und vielleicht etwas Parmesan reichen bei diesen Nudeln wirklich aus. Wir haben Geschmack im Spinat, in der Butter und im Käse – dafür brauchen wir keine Fertigsoße.
🥡 Reste übrig? Die gekochten Scherennudeln kannst du am nächsten Tag wunderbar noch einmal in etwas Butter in der Pfanne anbraten. Dabei bekommen sie außen sogar ein paar richtig leckere knusprige Stellen.
„Spinat darf man nicht wieder aufwärmen!“ – stimmt das noch?
🥬 Diesen Satz haben wahrscheinlich einige von uns noch von Mama oder Oma im Ohr. Ganz falsch war der Gedanke früher nicht – heute müssen wir Spinat aber nicht wegwerfen, nur weil er schon einmal gekocht wurde.
Spinat enthält von Natur aus relativ viel Nitrat. Wenn gekochter Spinat längere Zeit warm oder bei Raumtemperatur herumsteht, können Bakterien einen Teil dieses Nitrats in Nitrit umwandeln.
Das Problem ist also nicht das erneute Aufwärmen, sondern vor allem eine ungünstige Lagerung davor.
Reste deshalb möglichst schnell abkühlen lassen und anschließend direkt in den Kühlschrank stellen.
Am nächsten Tag ordentlich durcherhitzen und essen.
Bei Babys und sehr kleinen Kindern sind wir vorsichtiger, weil Nitrit für Säuglinge problematischer sein kann. Spinatbrei für Babys würde ich deshalb frisch zubereiten beziehungsweise bei Lagerung und Wiedererwärmung besonders streng auf die entsprechenden Empfehlungen achten. Für größere Kinder und Erwachsene gilt: Gut gekühlt gelagerter Spinat darf wieder aufgewärmt werden. Aus „Spinat niemals aufwärmen“ wird also besser: Spinat nicht stundenlang warm herumstehen lassen.