Antippen, was bereitsteht.
Tipps
Welches Fleisch ist am besten?
Grundsätzlich – immer Fleisch, das von artgerecht gefütterten und gehaltenen Tieren kommt! Artgerecht gefüttert bedeutet für mich – kein Kraftfutter z.b. Fleisch zu essen ist (und das ist wissenschaftlich bestätigt) für keinen von uns wichtig. Auch nicht für Kinder. Aber wenn wir es aufs simpelste herunterbrechen, essen wir Fleisch, wegen der Proteine. Das Problem ist, dass wir seit Jahrzehnten Tiere so unterbringen und verpflegen, dass in deren Fleisch teils mehr Fett als Protein zu finden ist. Ich möchte jetzt gar nicht zu wissenschaftlich werden, aber leicht verständlich: Wenn die Kuh/das Schwein/das Huhn mit Kraftfutter, Mais (also „Fertignahrung“) gefüttert werden, wachsen sie sehr schnell und groß. Gleichzeitig haben sie keine Bewegung (Stallhaltung), das ist natürlich für die industrielle Verarbeitung von Tieren ein wichtiger Punkt. Die Tiere sind schneller „fertig“ und schneller schlag-bereit. Ihr Fleisch weist aber und dementsprechend einen höheren Fettanteil auf. Wenn jetzt in etwas von etwas mehr wird, wird hingegen von etwas anderem weniger drin sein. Der Fettanteil erhöht sich – der Proteinanteil sinkt. Man isst dann das Fleisch mit mehr Fett und weniger Protein. Außerdem haben z.b. Kühe, die mit Gras/Heu gefüttert werden nachweislich viel, viel mehr Omega-3-Fettsäuren im Fleisch (das ist richtig gutes und super gesundes Fett) als Tiere die solches Futter nicht bekommen.
Fleisch von Tieren, die artgerecht gehalten und gefüttert werden (ich benutze gerne das Wort artgerecht und nicht Bio – denn es muss nicht Bio sein, wenn du einen Bauern kennst, der seine Tiere mit Gras (Kühe) füttert und seine Hühner mit Körnern/Essensresten etc. Aber selbstverständlich, wenn du keinen Bauern kennst – wird es schwierig, denn auch hierzulande füttern sehr viele Bauern ihren Tieren fertiges, gekauften Futter, weil sie gar keine Wiesen haben mit Gras drauf, weil die Wiesen ja bepflanzt sind mit Mais/Raps etc. Hier wird für die meisten von uns dann Bio die erste Wahl sein, denn die Tiere die beim Metzger des Vertrauens in der Theke liegen, sind zum größten Teil auch nicht natürlich mit Gras ernährt – bzw. man weiß es nicht/der Metzger weiß es nicht. Die Zeiten haben sich stark geändert. Nur weil Fleisch in der Theke vom Metzger liegt, heißt das noch lange nicht, dass es aus guter Haltung kommt und entsprechend hochwertig ist. Also zurück zum Thema. Werden Tiere artgerecht ernährt, dauert ihr Wachstum viel, viel länger (das Fleisch ist ja auch nicht umsonst teurer) und weist wesentlich weniger Fett auf (Gras ist eben kalorienärmer als Kraftfutter ;-) und wenn weniger Fett im Fleisch ist – dann erhöht sich der Proteingehalt wieder – bzw. in dem Fall erhöht er sich nicht, sondern er ist einfach von Grund auf höher.
Also nochmal: für alle das Fleisch als eine Proteinquelle nutzen – das Fleisch von artgerecht ernährten Tieren ist proteinreicher und im Gegenzug fettärmer als das von Tieren, die schnell und günstig ernährt werden.
Vollkorn, oder nicht?
Vollkorn, oder nicht Vollkorn, das ist hier die Frage. Nochmal der Hinweis – eine Dinkelnudel ist keine Vollkornnudel, wenn nicht „Vollkorn“ draufsteht. Wenn nur "Dinkelnudel“ oder "Nudeln aus Dinkel“ draufsteht, sind es Nudeln aus Dinkelmehl und das ist, Weißmehl. Genauso wie Weizenmehl ohne „Vollkorn“ Deklaration, ein Weißmehl ist. Hartweizengrieß-Nudeln sind übrigens auch Weißmehl-Nudeln. Harweizengrieß ist einfach Weißmehl-Grieß. Weißmehl ist alles, was nicht das komplette Korn ist. Beim Vollkornprodukt (Nudeln, Mehl etc.) wird das komplette, also das „Volle-Korn“ gemahlen. Dann steht „Vollkorn“ drauf. Der Begriff Weißmehl, hat also nichts mit Weizenmehl zu tun, sondern mit der Mahlart des jeweiligen Kornes. Man kann jedes Korn (außer Buchweizen) so mahlen, dass es entweder komplett, also als Vollkorn Produkt gemahlen ist, oder man mahlt das Korn so, dass es nur bestimmte Teile im Mehl (Nudel) hat. Dinkelmehl ist per se also NICHT gesünder, als Weizenmehl. Anders formuliert – Dinkelmehl ist genauso ungesund (leer) wie Weizenmehl, wenn es niedrig ausgemahlen ist. Niedrig ist eine Anspielung auf den Mehltype. Je niedriger die Zahl auf der Mehlpackung hinter dem Wort „Type“, desto niedriger Anteil am ganzen Korn im Mehl. Also Weizen 405 und Dinkel 630 sind beide sehr niedrig und somit kaum Nährstoffe vorhanden. Weizen, Roggen, oder Dinkel Type 1050 sind schon viel, viel besser. Vollkorn hat keinen Type – nur die Bezeichnung Vollkorn. Aber laut meiner Recherche, wäre Vollkorn sowas wie Type 1800 - also ganz weit weg von 405, oder 630. Ganz klar muss man aber sagen – du kannst daheim nicht alles mit Vollkorn backen und auch nicht alles wird damit so lecker wie mit Weißmehl UND ich finde auch, z.b. bei einem Gericht wie Dampfnudeln (welche nun mal von Grund auf nicht gegessen werden, weil sie gesund sind :-), da würde ich niemals auf die Idee kommen was anderes, als Weißmehl zu verwenden)
Anders beim Vollkorn-Nudeln, da ist es einfach eine Frage der Gewöhnung und der Sorte (also die Firmen unterscheiden sich hier deutlich im Geschmack finde ich). Ob Weizenvollkorn, oder Dinkelvollkorn ist egal. Das Weizenkorn hat superviele Vitamine und das Dinkelkorn auch – das eine davon etwas mehr, das andere davon etwas mehr. Ich würde hier immer mal mischen – mal Dinkelvollkornnudeln, mal Weizenvollkornnudeln. Aber ja, ich werde jetzt wieder mehr darauf achten, Vollkornnudeln und Vollkornmehl zu verwenden und weniger Weißmehlprodukte. Vollkorn ist sehr gut für die Darmbakterien und somit für das Immunsystem, gibt uns zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe und macht viel länger satt – ohne Blutzuckerblödsinn.
Bisher fand ich die "Bernbacher-Vollkornnudeln“ am besten.
Gutes Gericht zum Aufwärmen und Vorbereiten?
Total! Wobei es auch so schnell geht, dass du es auch nebenher machen kannst. Aber wenn du was suchst, was schon fertig ist, wenn ihr heim kommt – perfektes Gericht dafür!
Einfrieren?
Logisch! Achte nur darauf, dass du Fleisch nicht länger als 3 Monate einfrierst – seine Qualität leidet dann einfach darunter.